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Bürgermonitor in Radevormwald
Stadt sieht Fortschritte beim Südstadt-Müll

Bürgermonitor in Radevormwald: Stadt sieht Fortschritte beim Südstadt-Müll
Die Stadt und der Bergische Abfallwirtschaftsverband sind dabei, die Müllsituation in der Südstadt in Angriff zu nehmen. FOTO: Wolfgang Scholl
Radevormwald. In unserem "Bürgermonitor" berichteten wir über die Probleme in der Südstadt an der Dietrich-Bonhoeffer-Straße, Im Spingel und auch In den Höfen. Bei falschem Befüllen der Biotonne droht der Tausch in eine teure Restmülltonne. Von Wolfgang Scholl

Ein Müllproblem gibt es nicht nur in der Südstadt, sondern auch stadtnah in der Straße "Im Springel", berichtet eine Leserin vor einigen Wochen. Zuletzt gab es zum Beispiel auch größere Berge an Sperrmüll am Freizeitpark Kräwinkel. Zuvor waren ab Mai Beschwerden über Müll im Umfeld der Dietrich-Bonhoeffer-Straße bekanntgeworden. "Ich empfinde die Situation als sehr unbefriedigend und ungerecht den Bürgern gegenüber, die ihren Abfall ordnungsgemäß entsorgen. Die Kontrolle der Biomülltonnen, wie sie nun angekündigt wird, halte ich für übertrieben, sehr zeitaufwendig und kostenintensiv, wenn man weiterhin die großen Müllsünden und Müllsünder übersieht und ungestraft lässt", berichtete eine Leserin. Das Ordnungsamt und auch der Bergische Abfallwirtschaftsverband (BAV) wurden eingeschaltet.

Von einer Situation, die sich etwas entspannt hat, berichten Jochen Knorz vom Ordnungsamt und Volker Uellenberg, der sich für die Kämmerei mit Fragen der Abfallwirtschaft befasst und für die Stadtverwaltung auch an den Sitzungen des Abfallbeirates für Radevormwald teilnimmt.

Anfang November hat die Gruppe wieder getagt und weiter Maßnahmen besprochen. Entspannt hat sich die Situation auch, weil, der BAV einmal in der Woche in den in Frage kommenden Bereichen prüft und zum Beispiel Sperrmüll abfährt. Über Kostenbescheide ist die Stadt inzwischen auch an die Verwaltungsgesellschaft der zahlreichen Wohnungen in der Südstadt herangetreten. Vor einiger Zeit war beschlossen worden, wegen der zum Teil schwierigen Zustände auch von Seiten der Stadt den Druck zu erhöhen. Die Stadt steht nicht nur mit dem BAV, sondern auch mit dem Verwalter im Gespräch.

Demnächst soll es auch erneut Informationen für die Mieter geben. "Leider kennen einige die Gepflogenheiten der Mülltrennung nicht, zudem gibt es dort einen häufigen Mieterwechsel", sagt Volker Uellenberg. Jochen Knorz hofft, dass sich die Lage weiter verbessert.

Die letzte Sitzung des Abfallbeirates für 2017 hat dem Vernehmen nach ergeben, dass die Bürger gegen die nächsten Müllbescheide wohl nichts haben werden. Vorgeschlagen wird der Versammlung des BAV, die Müllgebühren für 2018 nicht zu verändern.

Thema ist auch die Biotonne und deren Befüllung. Nach Kontrollen im Sommer hat sich das Füllen der neuen Tonnen oft eingespielt. "Mit Kameras im Wagen wird geprüft, ob eine Tonne richtig befüllt wird", sagt Volker Uellenberg. Ist dies mehrfach nicht der Fall, wird mit dem Austausch der Biotonne gegen eine teurere Restmülltonne gedroht. Die Androhung der höheren Kosten hätte bereits zu Verbesserungen geführt.

Quelle: RP
 
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