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Gut Gemacht
Sparkassen spenden 46.144 Euro an die oberbergischen Schuldnerberatungen

Radevormwald. OBERBERG (rue) Die oberbergischen Sparkassen unterstützen wieder die Arbeit der Schuldnerberatungen im Kreis. 46.144 Euro übergaben die Vertreter an Arbeiterwohlfahrt, Caritas und Diakonie.

Wie wichtig die Unterstützung ist, belegen eindrucksvolle Zahlen: Fast jeder zehnte Bundesbürger ist laut Schuldneratlas 2014 überschuldet. Von den 6,6 Millionen Erwachsenen, die mit 33.000 Euro im Schnitt "in den Miesen stecken", suchen immer mehr Bürger die Hilfe von Caritas, Awo und anderer Verbände, um sich in der Schuldenfalle helfen zu lassen.

"Institutionelle Schuldnerberatung ist heute ein fester und wichtiger Bestandteil des Sozialwesens, indem sie Menschen in finanzieller Notlage Beratung und Lebenshilfe anbietet. Als einzige kreditwirtschaftliche Finanzgruppe fördern die Sparkassen Jahr für Jahr die Schuldnerberatungsstellen vor Ort", teilt der Pressesprecher der Sparkasse Radevormwald-Hückeswagen, Michael Scholz, mit. Alleine in NRW bringen die Sparkassen jährlich drei Millionen Euro aus einem speziellen Fonds zur Mitfinanzierung der lokalen Schuldnerberatung auf - seit Beginn 48 Millionen Euro. Dabei seien die Sparkassen trotz ihres hohen Marktanteils nachweislich bei der Verursachung von Überschuldungssituationen kaum involviert. Auch junge Menschen der Zielgruppe zwischen 20 und 29 Jahren geraten immer häufiger in die Schuldenfalle - durch Handyrechnungen oder Internet-Shopping. Die Quote dieser Zielgruppe ist seit 2004 um 60 Prozent auf 1,6 Millionen Personen angestiegen. Die Vertreter der Sparkassen wiesen darauf hin, dass auch in den Sparkassen dem Problem der Überschuldung in mehrfacher Form entgegengetreten wird: Das beginnt bei der Prävention in den Schulen mit Fachvorträgen zu Themen wie "Handyfallen" oder "Null-Prozent Finanzierungen". Aber auch der Vergabe von Krediten gehen umfangreiche Beratungen voraus. Die Finanzierungsmöglichkeiten "an jeder Ecke", um an schnelles Geld ohne größeren Beratungsumfang zu kommen, seien der größte Feind des Verbrauchers. "Hier kommt der Wunsch auf, dass vom Gesetzgeber die Vereinfachung zur Verschuldung mehr kontrolliert und eingeschränkt wird", so Scholz.

Quelle: RP
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