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Radevormwald
SWR. investieren, Gaspreis gesunken

Radevormwald. Die Stadtwerke Radevormwald (SWR.) werden in diesem Jahr etwa 1,4 Millionen Euro in die drei Netze für Gas, Wasser und Strom investieren, berichtet Geschäftsführer Thomas Behler. Ab 2017 kommen die intelligenten Stromzähler. Von Wolfgang Scholl

Nach 1,55 Millionen Euro im vergangenen Jahr werden die Stadtwerke in diesem Jahr 1,4 Millionen Euro in die Hand nehmen, um in die drei Versorgungsnetze zu investieren. Im Jahr 2015 sei seinen Mitarbeitern bei der Summe der Investitionen eine Punktlandung gelungen, sagt Thomas Behler.

Wichtig ist es für ihn, dass inzwischen fast 80 Prozent der Investitionen ins Wassernetz der Erneuerung dienen. Früher waren es nur etwa 30 Prozent. Deshalb wird die SWR. auch 2016 etwa 450.000 Euro in das Wasserleitungsnetz investieren. Markante Punkte sind die Leitung von Im Hagen nach Herkingrade, die Blumenstraße (auch Gas), der Fichtenweg und die Wasserturmstraße. Dazu kommen zahlreiche Hausanschlüsse (60.000 Euro).

450.000 Euro werden auch für das Stromnetz benötigt. Thomas Behler und Prokurist Jörg Henze kündigen für die Zeit ab 2017 weitere Neuerungen an. Ab kommendem Jahr gibt es die neuen, intelligenten Stromzähler für Kunden ab 10.000 Kilowattstunden (Kw/h). Das betrifft vor allem Handel, Gewerbe und die Kunden mit Wärmepumpen. Ab 2020 erhalten auch Kunden ab 6000 Kw/h die neuen Zähler. Bei der Netz-Erneuerung investieren die Stadtwerke wieder in zahlreiche Ortsnetzstationen. "Bei 120 in Rade müssen immer einige erneuert werden, um auf dem technischen Stand zu bleiben", sagt Behler.

Beim Gasnetz werden zahlreiche Hausanschlüsse erneuert, indem angeschraubte Leitungen durch geschweißte oder gelötete ersetzt werden. Dazu kommen 30 neue Hausanschlüsse, oft an Stellen, wo vor Jahren bereits Hauptleitungen gelegt worden sind. Da aktuell die Öl-Kosten sehr niedrig sind, steigt die Zahl der Gaskunden weniger stark. "Bei einer Vollkostenbetrachtung rechnet sich eine Gasheizung aber auch bei niedrigem Ölpreis", sagt Jörg Henze.

Thema ist für die Stadtwerke mittelfristig auch die Standortfrage. Diese ist in der vergangenen Ratssitzung bereits angesprochen worden. "Wir sind auf unserer Fläche zwischen Krankenhausstraße und Am Gaswerk am Limit angekommen", sagt der SWR.-Geschäftsführer. Benötigt werden einige neue Büros (Anforderungen der Regulierungsbehörden) und Lagerkapazitäten für Wasserrohre. Zwar kooperiere man mit der EWR (Remscheid) und der BEW (Hückeswagen, Wipperfürth, Wermelskirchen), aber auch dort seien Lagerplätze knapp. Wichtig sei die Lagerkapazität, um günstig einkaufen zu können. Benötige man Leitungsrohre, die nicht auf Lager liegen, droht ein teurer Einkauf. Die Stadtwerke haben deshalb die Stadt angesprochen, dass die Fläche des Alten Bauhofs (heute Ökumenische Initiative) als Vorratsfläche nicht anderweitig verplant wird. "Sonst könnte es eines Tages dazu kommen, dass wir über eine Standortverlagerung nachdenken müssen, was aber an die Substanz des Unternehmens gehen könnte", sagt Behler und fordert, "wir müssen unseren Standort entwicklungsfähig halten."

Quelle: RP
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