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Präsident der KG "Rua Kapaaf"
Thomas Lorenz genießt die Karnevalszeit

Präsident der KG "Rua Kapaaf": Thomas Lorenz genießt die Karnevalszeit
Thomas Lorenz (l.), hier beim Kunterbunten Bürgerhaus-Karneval im vergangenen Jahr, lebt den Rader und Kölner Karneval. Rechts Rua-Kapaaf-Geschäftsführer Matthias Schwanz. FOTO: Wolfgang Scholl
Radevormwald. Die "fünfte Jahreszeit" bringt für den Präsidenten der KG "Rua Kapaaf" in Radevormwald keinen Stress. Im Gegenteil.

Stress bricht für Thomas Lorenz auch in der Hoch-Zeit der Session nicht aus. Obwohl er als Präsident der Karnevalsgesellschaft Rua Kapaaf viel Verantwortung trägt und in einer Woche auf mehreren Sitzungen im Bergischen Land, aber auch im Kölner Raum unterwegs ist, macht er keinen müden Eindruck.

Zu verdanken hat er das seinem gut organisierten Team, das ihm den Rücken frei hält. Denn obwohl seine Karnevalsgesellschaft mit knapp 30 Mitgliedern relativ klein ist, sind alle Aufgaben verteilt und die Aufgabenbereiche klar abgesteckt. "Wir haben uns gut aufeinander abgestimmt und können uns gegenseitig vertreten. Trotzdem hat jeder eigene Aufgaben, die selbstständig und zuverlässig erledigt werden. Deswegen kommt bei mir auch in der Rolle des Präsidenten kein Stress auf", sagt Lorenz. Ihm gelingt es deswegen auch, selber Karneval zu feiern und die fünfte Jahreszeit in vollen Zügen zu genießen. Er nutzt die Veranstaltungen, Konzerte und Sitzungen in Köln, um Kontakte zu pflegen oder neue aufzubauen.

Das Kunterbunte Bürgerhaus, das am kommenden Freitag in die nächste Runde geht, ist das Aushängeschild von Rua Kapaaf. Das Programm glänzt jedes Jahr mit hochkarätigen Musikern und Büttenrednern. Auch das Programm für 2019, bereits fertig ausgearbeitet, wird da keine Ausnahme sein. Lorenz hat Bernd Stelter, Martin Schopps, die Kolibris, das Tanzcorps Rheinmatrosen und die Tanzgruppe Kölsch Hännes'chen für einen Auftritt im Bürgerhaus gewonnen und beginnt schon jetzt mit der Planung für das Kunterbunte Bürgerhaus 2020.

Die meisten Künstler kann er über persönliche Kontakte für seine Großveranstaltung gewinnen. "Ich nutze Gelegenheiten, die sich mir bieten und spreche die Künstler hinter der Bühne direkt an. Über persönliche Kontakte kommt man auch an Menschen ran, die sonst auf Jahre ausgebucht sind", sagt er.

Stolz ist Thomas Lorenz auf das Rader Kinderprinzenpaar, das seine Gesellschaft dieses Jahr gestellt hat. Unter dem Motto "Radevormwald, da tanzt man aus dem Kreis" touren Can Hombrecher und Isabelle Galinski durch das Oberbergische, um den Rader Karneval zu repräsentieren. Unterstützt werden die Kinder von einem dreiköpfigen Team. "Vor einigen Tagen war ich in Frankfurt. Als ich den Fernseher angeschaltet habe, war unser Prinzenpaar im Fernsehen. Das war ein toller Zufall, der mich stolz gemacht hat."

Die gute Stimmung von Thomas Lorenz wird in Radevormwald lediglich durch die Zusammenarbeit zwischen seiner Karnevalsgesellschaft und der RKG Rot Weiss getrübt. Aus seiner Perspektive arbeiten die Vereine immer noch mehr gegeneinander als miteinander. "Das ist einfach schade. Ich würde mir wünschen, dass wir den Rader Karneval mehr als Gemeinschaftsprojekt sehen. Ich glaube, das wird aber aufgrund persönlicher Unstimmigkeiten auch in Zukunft schwierig bleiben", meint er.

Seine Kritik richtet sich in erster Linie an die Eingliederung des Kinderprinzenpaares in Veranstaltungen oder Auftritte der RKG-Garde. "Da müssen wir uns einfach besser absprechen", sagt Lorenz.

Er freut sich jetzt auf das Kunterbunte Bürgerhaus am Freitag, das schon lange ausverkauft ist - und natürlich auf den Zug in seiner Heimatstadt am kommenden Wochenende. Er und der Rest von Rua Kapaaf werden mit durch die Innenstadt ziehen und die Session mit dem Höhepunkt ausklingen lassen.

(trei)
 
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