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Radevormwald
Umbau zur Kita im Untergeschoss der GGS Stadt verzögert sich weiter

Radevormwald: Umbau zur Kita im Untergeschoss der GGS Stadt verzögert sich weiter
Die Vorfreude bei den Kindern ist groß, aber noch müssen sie sich gedulden, bis sie die neuen Räume im Untergeschoss der GGS beziehen. FOTO: moll (archiv)
Radevormwald. Eigentlich sollten schon in diesem Monat Kinder in der neuen dreigruppigen Kindertagesstätte im Untergeschoss der Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Stadt toben. Doch daraus wird nichts. Von Joachim Rüttgen

Bürgermeister Johannes Mans kündigte gestern auf Anfrage unserer Redaktion an, dass er frühestens im Februar oder März 2018 mit einem Einzug der Mädchen und Jungen rechnet. "Uns läuft die Zeit davon", sagt er. Der Grund für die deutliche Verzögerung sind dringend notwendige Arbeiten, die in der groben Planung nicht abzusehen waren - Kosten: 310.000 Euro. Über die überplanmäßigen Investitionen soll der Haupt- und Finanzausschuss am Dienstag, 21. November, 16 Uhr, im Haus Burgstraße beraten und entscheiden.

Mehrkosten für eine Verteilerküche: 60.000 Euro Als der Antrag gestellt wurde, ging es nur um eine Teeküche für 17.000 Euro. Wegen der Dringlichkeit wurde der Antrag ohne Absprache mit dem Landschaftsverband Rheinland erstellt. Bei der Ausführung und Genehmigung muss jetzt aber auch eine Verteilerküche geplant werden. Das macht die Küche 70.000 Euro teuer.

Mehrkosten für die Stromverteilung: 120.000 Euro Nach dem Rückbau des Altbestandes steht fest, dass die bisherigen Installationen nicht ausrechen. Außerdem entsprechen Anschlussschrank, Sicherungen und Automaten nicht mehr dem Stand der Technik. Deshalb soll ein komplett neuer Anschluss gelegt werden. Und da es in der Vergangenheit häufiger zu Einbrüchen in andere Kitas kam, soll für 10.000 Euro eine Einbruchmeldeanlage installiert werden.

Neubau der kompletten Fensterfront 120.000 bis 130.000 Euro Ursprünglich war nur der Einbau von Außentüren geplant, um die Gruppenräume zu erschließen. Beim Rückbau wurde fesgestellt, dass sich die alten Fensterbänder technisch nicht im erforderlichen Raster teilen lassen. Zudem ist es energetisch schwierig, die neuen Fenstertürelemente an den Bestand anzupassen.

Die zusätzlich benötigten Mittel sollen über nicht ausgeführte Projekte oder Minderausgaben (Erneuerung Pumpstation, Kanalbau Jahnplatz, Straßenbau Jahnplatz und Ausbau Bahnstraße) kompensiert werden. Mans hofft, dass die Stadt für die Zusatzausgaben Fördermittel beantragen kann. "Diese Mehrkosten waren nicht planbar, das werden wir der Bezirksregierung auch so mitteilen", sagte er. Mittlerweile habe die Kita Kottenstraße Kompensationsgruppen eröffnet, um den Bedarf aufzufangen.

Quelle: RP
 
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