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Radevormwald
Wohin mit der KGS?

Radevormwald: Wohin mit der KGS?
Die Zukunft der sehr beliebten Katholischen Grundschule Lindenbaum wird im September wieder diskutiert. FOTO: Scholl
Radevormwald. Die Diskussion um die räumliche Zukunft der Katholischen Grundschule Lindenbaum (KGS) wird im Schulausschuss am 4. September fortgesetzt. Von Wolfgang Scholl

Erste Lösungsansätze zur Grundschullandschaft der Zukunft waren für die Schulausschuss-Sitzung am Dienstag angekündigt worden. Daraus wurde jedoch nur der Ansatz, dass es Sinn machen könnte, sogenannte Bildungshäuser zu schaffen mit der Verknüpfung von Kita(s) und Grundschulen, wie es derzeit an der Grundschule Stadt umgesetzt werden soll. Die Koordinierungsgruppe ist im vergangenen Monat gegründet worden. In dem Zwischenbericht haben die beiden externen Schulplaner Heinz Gniostko und Dr. Detlef Garbe aber auch gesagt, dass sie bei der Entwicklung des Schulentwicklungsplanes die gesamte Stadt in den Fokus nehmen werden.

Das bedeutet, dass eine städtische Raumplanung erst im Frühjahr 2018 statt im Herbst 2017 umgesetzt werden. Die weiterführenden Schulen sollen ab Herbst genauer unter die Lupe genommen werden. Bürgermeister Johannes Mans hatte zuvor das Ziel ausgegeben, die Verteilung der Räume möglichst im Herbst oder Winter dieses Jahres festzulegen.

"Die Zukunft sehen wir in einem gesamten Bildungsnetzwerk für die Stadt. Das bezieht alle Schulen mit ein, die Volkshochschule, die Musikschule und auch die Stadtbücherei, die bisher im Bürgerhaus angesiedelt ist", sagte Heinz Gniostko und ergänzte, "wir wollen von der Schullandschaft zu einem Bildungsnetzwerk als Standortfaktor für Rade kommen."

Ein Thema dabei ist die KGS, aber auch ein Antrag der CDU, eine Grundschule nicht an der Hermannstraße im dortigen Schulzentrum anzusiedeln. Der Antrag der CDU ist schließlich nach längerer Diskussion auf den 4. September vertragt worden. Während Harald Weiss (CDU) die Meinung vertritt, dass Grundschüler und größere Schüler in einem Schulzentrum nicht zusammenpassen, wollten sich Vertreter anderer Fraktionen durch eine solche Entscheidung ihren Spielraum nicht einengen lassen.

Für die Grundschulen sehen die Schulplaner für die Eingangsklassen bis 2023 folgende Entwicklungen: GGS Bergerhof/Wupper (drei Züge, zwei in Bergerhof, einer am Standort Wupper), KGS klassisch zwei Züge mit der Möglichkeit, eine dritte Klassen bilden zu können und GGS Stadt mit drei Klassen, weil Eltern nach Nichtannahme an der KGS ihre Kinder zur GGS Stadt anmelden. Dies haben auch Britta Knorz und Jürgen Funke vom Schulamt bestätigt.

Für den 4. September wollen die Schulplaner nun Alternativen erarbeiten. Dazu wird auch gehören, wie der Elternwille für eine mögliche dritte Klasse der KGS Lindenbaum in Zukunft berücksichtigt werden könnte. Die beiden Planer gehen davon aus, dass die Kinderzahl bei den Gründschülern in Radevormwald "in etwa konstant" bleiben wird - mit zuerst steigenden Zahlen - von 2016 mit 714 Grundschülern bis 2019 auf 792. Von 792 sinkt die Zahl dann auf etwa 730 Grundschüler im Jahr 2023. Die größten Rückgänge werden für die Verbundgrundschule Bergerhof/Wupper prognostiziert, von 299 Schülern in 2019 bis 262 im Jahr 2023.

Zur Situation der KGS lautete das eindeutige Fazit, dass "diese Schule auf Dauer so nicht bleiben kann", weil auch der Druck durch den Wunsch nach Offenem Ganztag bleiben werde.

Quelle: RP
 
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