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Ratingen/Berlin
Ehrenamtler besuchen Bundestag

Ratingen/Berlin. Kerstin Griese hatte engagierte Bürger nach Berlin eingeladen. Von Valeska von Dolega

Ohne sie wären Einrichtungen wie Tafel, SKFM, DRK und die Hospizbewegung nur halb so erfolgreich: die Ehrenamtler.

"Ich besuche regelmäßig Vereine und Initiativen und freue mich sehr darüber, wie viele Menschen bei uns ehrenamtlich aktiv sind. Ich finde, das wird immer noch zu wenig wahrgenommen und kann gar nicht genug gewürdigt werden. Mit dem Forum Ehrenamt möchte ich das ändern, möchte mit den Aktiven ins Gespräch kommen, ihnen zuhören und mich bei ihnen sehr herzlich für ihr Engagement bedanken", findet Bundestagsabgeordnete Kerstin Griese. Und lud knapp 50 ambitionierte Helfer aus Ratingen, Heiligenhaus und Umland für einen viertägigen Ausflug zum Forum Ehrenamt nach Berlin ein. Nicht allein, um an einer Plenarsitzung im Bundestag teilzunehmen und das Grauen des Ex-Stasi-Gefängnisses Hohenschönhausens zu erleben. Sondern vor allem um zu gucken, wie anderswo Ehrenamt funktioniert. So ging es für Teilnehmer wie Renate Ehrenberg von der Freiwilligenbörse, "Leihomi" Monika Toeche-Mittler, die für Wellcome im Familieneinsatz ist, Ilse Jourdan und Gerlinde Marzi von der Hospizbewegung, Feuerwehrleute Kai Womelsdorf und Dirk Engel und Hermann Fiebig vom Projekt "Homberg hilft Flüchtlingen" unter anderem zu Joachim Lenz. Der ist Gemeindepfarrer und Chef der Stadtmission in Berlin-Moabit und gab Einblicke ins alltägliche Tun.

Der Exkurs zum Technischen Hilfwerk (THW), bei dem über weltweite Einsätze, Ausstattung und Herausforderungen angesichts der aktuellen Flüchtlingssituation berichtet wurde, war so etwas wie ein Heimspiel für Renate Teschke und Gerhard Gärtner, die sonst für den THW Ortsverband Ratingen im Einsatz sind. 23 Neuanmeldungen gab es dort zwischen Ende 2014 bis 2016, 40 Prozent davon sind Frauen. "Wir sind gut aufgestellt", bilanziert der Ortsbeauftragte Gärtner. Was er und sein Team übrigens auf ihre gelungene Internetpräsens sowie "gute Mundpropaganda" zurückführen. Und damit das so bleibt, muss auch weiter geworben werden. Nicht nur jede Einrichtung für sich, sondern im optimalen Fall untereinander vernetzt.

"Wer sich engagiert, braucht dabei Ermutigung. Und was ist besser als das Wissen, dass man nicht alleine ist? Im Forum Ehrenamt treffen sich viele Menschen aus der Mitte der Gesellschaft und können sich mit ihren unterschiedlichen Kompetenzen und Erfahrungen gegenseitig unterstützen", fasst Kerstin Griese das entstehende Netzwerk zusammen.

Quelle: RP
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