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Rp-Serie Fastenzeit (1)
Fasten bedeutet mehr als nur Verzicht

Rp-Serie Fastenzeit (1): Fasten bedeutet mehr als nur Verzicht
Kreuz und Marienfigur im Altarraum St. Peter und Paul vor der Verhüllung zur Passionszeit. In der Pfarrkirche gibt es bis Ostern ein besonderes Musikprogramm. FOTO: A. Blazy
Ratingen. Kirchen machen Angebote - von Frühmessen über Konzerte bis hin zu "blauen Briefen" fürs Smartphone (ohne Noten). Von Gabriele Hannen

RATINGEN Obgleich die Fastenzeit ein religiöses Thema ist, quellen gegenwärtig nahezu sämtliche Frauenzeitungen von einem Thema über, vom intermittierenden Fasten. Immer geht es um Schönheit, manchmal auch um Wohlfühlen. Dennoch gibt es die tatsächliche Fasten- oder Passionszeit. Und die Kirchen haben sich dazu mehr oder weniger viel einfallen lassen, um ihre Gläubigen durch die Zeit bis Ostern zu führen. Dazu gehören die "Frühschichten", Gottesdienste um 6 Uhr mit anschließendem Frühstück.

Sie finden in St. Suitbertus immer am Donnerstag statt und in St. Peter und Paul am Freitag. Während die Fastenzeit eine stille ist, mit überwiegend violetten Messgewändern, mit eher sparsamer Orgelbegleitung, soll es allerdings an den Montagen schon ein wenig brausen: Kantor Ansgar Wallenhorst wird ab Montag, 26. Februar, jeweils von 19 bis 20 Uhr in St. Peter und Paul theologische Meditationen zum Vaterunser anbieten. Das Gebet des Herrn ist in fünf Kapitel (von "Vater unser im Himmel" bis "Denn dein ist das Reich.

..") aufgeteilt und wird - nach dem einem Buch von Jürgen Werbick - mit Texten, die ins Christsein einführen - den Besuchern der erbaulichen Stunden näher gebracht. Diese Texte sprechen geübte Mitglieder des Lektoren-Teams, nämlich Astrid Schüppler, Christian Siegert, Martina Heintzenberg, Christel Lueb-Pietron und Lutz Berger. Somit sind auch alle Gemeinden vertreten. Zu einer halben Stunde Text kommt dann jeweils noch eine halbe Stunde Orgel-Improvisation.

Ansgar Wallenhorst wird dazu am Spieltisch im Chorraum sitzen. Die evangelische Friedenskirchen-Gemeinde blickt mit ihrem grafisch und inhaltlich anspruchsvollen Heft "OstBote" jetzt schon einmal in die Zukunft und teilt Veranstaltungstermine rund um Ostern mit. Da heißt es: "Die Einen fahren weg, ... Die Anderen bleiben hier und sind eingeladen, sich auf den alten Weg durch die heilige Woche zu machen, um dann im Licht des Ostermorgens selbst erleuchtet zu sein.

" Das gelingt nicht in einem Schritt, das passiert nicht auf Bestellung. "Ein Tisch, ein Brot, ein Wein" heißt es beim Abendmahlgottesdienst mit Musik und Gesang am Gründonnerstag, 29. März, um 18 Uhr. Eine theologisch-musikalische Annäherung an den Karfreitag gibt es am 30. März um 11 Uhr. Das Osterfeuer wird dann am Abend des Karsamstag um 21.30 Uhr angefacht, und zwar beim Auferstehungsgottesdienst, und am Ostersonntag geht mit einem Abendmahl um 11 Uhr die Feier weiter.

Wer darüber hinaus Fasten-Nachrichten auf sein Smartphone bekommen möchte, ist vielleicht mit einem Service des Bistums Essen gut bedient. Zu bestellen sind die flotten Texte und Bilder unter www.heaven-on-line.de. Sie heißen "Blaue Briefe" und sind ziemlich aufwendig zusammengestellt. Tom Gerhold, Pastor der Friedenskirche, schlägt übrigens vor, dass man auf dem nachdenklichen Weg Richtung Ostern nicht nur Verzicht, 40 Tage ohne Kasteiung auf sich nehmen muss.

"Man kann auch mal was machen, das man sonst nicht macht, einen Tag mit Hut rumlaufen oder einen Purzelbaum schlagen" - auf jeden Fall etwas, das aus dem Normalen heraussticht.

Quelle: RP
 
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