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Kreis Mettmann
Jazz mit Gänsehaut-Faktor

Kreis Mettmann. "Body and Soul" - Körper und Seele, so lautet das Motto der diesjährigen Hildener Jazztage vom 24. bis 29. Mai. Leiter Peter Baumgärtner hat wieder einige Hochkaräter verpflichtet. Von Alexandra Rüttgen

Jetzt noch ein Glas Rotwein und vielleicht noch einen bequemeren Stuhl. Dann wäre das musikalische Erlebnis perfekt: Noch bevor der künstlerische Leiter Peter Baumgärtner das Programm der aktuellen Hildener Jazztage vorstellte, gaben drei der fünf Ensemble-Mitglieder von "Lines for Ladies" eine Kostprobe ihres Könnens. Das rauchige Saxophon von Sabine Kühlich, die warme Stimme von Anne Czichowsky und das temperamentvolle Piano von Laia Genc lieferten mit den Stücken "Take five" und "I wish you love" einen Vorgeschmack auf das, was die Gäste des sechstägigen Festivals erwartet: Jazz, in dem sich der Zuhörer wohlfühlen kann.

"Body & Soul" heißt denn auch das Motto der Jazztage, das hochkarätigen Musikgenuss erwarten lässt. Dafür sorgen auch Stargäste wie Alita Moses oder Richard Bona (Bass, Gesang), der bereits mit Größen wie Joe Zawinul, Pat Metheny oder Chick Corea zusammen arbeitete. "Seit vier Jahren bemühen wir uns, diesen Ausnahmemusiker für die Hildener Jazztage zu verpflichten", berichtete Baumgärtner, erfreut darüber, den in Kamerun geborenen Sänger und Bassisten nun endlich in die Itterstadt geholt zu haben. Richard Bona gastiert am Samstag in der Stadthalle.

Kosten sollten die Gäste aber auch das, was andere internationale Künstler servieren: Eröffnung ist am Dienstag, 24. Mai, mit der Belgierin Caroll Vanwelden, die ihr Projekt "Shakespeare Sonnets 2" vorstellt. Am Mittwoch, 25. Mai, ist die Musikschule Hilden Schauplatz für gleich drei Ensembles. "Toll, dass wir als Musikschule mittlerweile auch zur Jazz-Szene gehören", sagte Eva Dämmer und verwies auf einen Workshop, der während der Jazztage in der Musikschule läuft und der bei seiner Premiere 2015 erfolgreich war. Mitschnitte macht der WDR für seinen Kulturkanal übrigens auch in diesem Jahr: Zum Beispiel am Donnerstag, 26. Mai, beim "Jazz im Park" und am Freitag, 27. Mai, im QQTec, wo das "Conrad's Quintett" und Alita Moses auftreten. Letztere wird von Baumgärtner als "aktuelle Sensation der internationalen Jazzszene" bezeichnet. Musikalische Leckerbissen versprechen am Donnerstag, 26. Mai, auch die norwegische Vokalistin Gjertrud Lunde in der Reformationskirche sowie das Projekt "Romi", ein Zwei-Mann-Ensemble mit Keyboard, Schlagzeug und Gesang in der Gottschalksmühle. Die Capioklinik ist am Sonntag Kulisse für die Bands "Beam" und "Acoustic Rhythm" sowie das Stephen Becker-Trio. Das Fabry-Museum ist Schauplatz für ein Konzert von Gregory Gaynair. Und auch im "Blue Note" wird es wieder Konzerte geben. Karten gibt's in der Ticket-Zentrale.

www.hildener-jazztage.de

Quelle: RP
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