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Ratingen
Rotes Kreuz zieht Bilanz bei Kreisversammlung

Ratingen: Rotes Kreuz zieht Bilanz bei Kreisversammlung
Für langjähriges Engagement wurden geehrt: Ekkehard Fabian (25 Jahre), Norbert Danscheidt (45), Thomas Nasse (30), Christian Schildknecht (25) und Benedikt Dierdorf (10). FOTO: DRK
Ratingen. Großeinsätze, Finanzen, Wahl des Ehrenrates - so ließe sich die DRK-Kreisversammlung im Forum in Haan zusammenfassen. Bei genauerer Betrachtung war aber noch einiges mehr los. Zu Beginn würdigte der stellvertretende Landrat Michael Ruppert die Bedeutung des Deutschen Roten Kreuzes als Hilfsorganisation und betonte die Unterstützung unter anderem bei der Tour de France, der Haaner Kirmes und dem Reizgaseinsatz im Schulzentrum Walder Straße. Andreas Krieckhaus, der Vorsitzende des DRK Haan, betonte ebenfalls die Rolle der ehrenamtlichen Helfer als das Grundgerüst sowohl des Ortsvereines als auch des Roten Kreuzes weltweit. Daher mache er sich ernsthaft Sorgen über den Mangel an Helfenden.

Im Zuge der Veranstaltung wurden gleich sechs Mitglieder für ihr herausragendes Engagement geehrt: Norbert Danscheidt (Kreisverband und Ortsverein Mettmann) und Peter Jung (Kreisverband und Ortsverein Langenfeld) für 45 Jahre aktive Mitarbeit, Thomas Nasse (Kreisverband) für 30 Jahre aktive Mitarbeit, Ekkehard Fabian und Christian Schildknecht (beide Kreisverband) für 25 Jahre aktive Mitgliedschaft, Benedikt Dierdorf (Kreisverband) für 10 Jahre aktive Mitarbeit.

In den Ehrenrat wurden Nils Hanheide (Vorsitzender), Holger Kirchmann (stellvertretender Vorsitzender), Heiko Breidenbach (Beisitzer), Robert Wirtz (2. Beisitzer), Sigrid Stradtmann-Meyer (stellvertretende Beisitzerin) und Manfred Beck (stellvertretender Beisitzer) gewählt. Der Ehrenrat ist zuständig für die Schlichtung und Entscheidung aller internen nicht vermögensrechtlichen Streitigkeiten.

Bei der Erläuterung der Jahresrechnung 2016 und des Haushaltsplans 2018 machte Schatzmeister Reinhold Salewski deutlich, dass die Finanzsituation des DRK-Kreisverbandes auch weiterhin angespannt sei. Deshalb sei es für die Zukunft noch wichtiger, dass die Arbeit des Roten Kreuzes mehr Unterstützer finde, die bereit sind, beispielsweise als Fördermitglied oder Spender einen finanziellen Beitrag zu leisten. Außerdem sollten neue Tätigkeitsbereiche erschlossen werden, um ein weiteres Standbein zu schaffen.

Die Präsentation des Jahresberichtes wies einen klaren Schwerpunkt in den geleisteten Großeinsätzen im Sanitäts- und Versorgungsbereich aus. Besonders betroffen war der Süden des Kreises Mettmann: Brände in Langenfeld, Unwettereinsätze und - besonders tragisch für alle Beteiligten - der tödliche Badeunfall eines Jungen in Langenfeld kamen zur Sprache. Erwähnt wurde zudem der Chlorgaseinsatz im Hildener Freizeitbad Hildorado.

Aktuelles Thema war auch die Entwicklung der Blutspende: 11.002 Blutspender haben 2016 das DRK im Kreis Mettmann unterstützt, das sind nur 2,26 Prozent der Einwohner. Daher hieß der deutliche Appell an die Bürger: Gehen Sie zur Blutspende.

(höv)
 
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