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Heiligenhaus
Saisonstart für alle Radler

Heiligenhaus: Saisonstart für alle Radler
Asphalt ist für sie eher ungewohnt: Das MTB-Team Heiligenhaus geht am alten Heiligenhauser Kornspeicher auf die Piste. FOTO: A. Blazy
Heiligenhaus. Der Panoramaradweg war einen Tag lang Treffpunkt für Sportbegeisterte und Freizeitradler. Von Anneke Schultz

Keine Frage, den Gästen entlang der Panoramaradwegtrasse wurde zum Saisonstart allerhand geboten. Auch gänzlich Unerwartetes: Neben diversen Ständen rund um das Fahrrad, gab es auch einen Flashmob.

Um 11 Uhr trafen sich die Sänger des Chors "Frohsinn" und führten einige ihrer Lieder auf. Die zweite Vorsitzende, Marion Fritzke, sagte: "Wir wollten einfach gute Laune verbreiten und natürlich den Panoramaradweg feiern. Vielleicht konnten wir ja auch den ein oder anderen Radfahrer fürs Singen begeistern."

Seit 2010 gibt es den Radweg, am Sonntag hat die Saison 2016 offiziell begonnen.

Das Mountainbike-Team Heiligenhaus informierte rund ums Mountainbike und plante für den frühen Nachmittag eine Radtour mit allen Interessierten. Zwei Stunden wollten sie gemeinsam auf dem Panoramaradweg radeln. "Wir achten natürlich darauf, dass alle das Tempo halten können. Wir als Team nutzen den Radweg sehr viel zur An- und Abfahrt", sagte Frank Ebeling vom MTB-Team.

Falls das Ziel mal ganz weit entfernt liegt: David Bettchen, Felix Bechine und Frank Ebeling vom MTB Team (v. l.) zeigen Spezial-Trägersysteme. FOTO: Blazy, Achim (abz)

Ingrid Rastetter und ihr Mann kamen aus Velbert, um sich über E-Bikes zu informieren. Sie fahren oft zusammen auf dem Panoramaradweg von Velbert bis Essen-Kettwig und dort weiter an der Ruhr entlang. "Wir sind sehr glücklich, dass es den Weg gibt. Man kann sich auf die Strecke verlassen, die Straße ist gut ausgebaut. Außerdem gibt es nicht so viele Berge, das ist für uns super", sagte Ingrid Rastetter.

Die Nachfrage nach E-Bikes ist in den letzten Jahren stark gestiegen, deshalb informierte das Heiligenhauser Geschäft "Fahrrad Wildmann" ausgiebig über die neuesten Trends. Inzwischen sind fast die Hälfte der dort verkauften Fahrräder E-Bikes. "Gerade für den Weg zur Arbeit sind die E-Bikes eine tolle Alternative zum Auto. Im Ruhrgebiet gibt es viele gut ausgebaute Radwege und auch Berge sind mit diesen Rädern überhaupt kein Problem", erzählte Kamil Wierzbowski, Zweiradmechaniker bei Fahrrad Wildmann.

Doch es gilt auch einiges zu beachten bei der Anschaffung eines E-Bikes. Darüber informierten David Bettchen und Felix Bechine von der BB-EP GmbH in Heiligenhaus, die Dach- und Heckträger für Autos herstellt. E-Bikes sind mit 15-25 Kilogramm deutlich schwerer als normale Räder, deshalb gibt es für sie auch besondere Träger. "Befestigungen fürs Autodach gibt es für E-Bikes noch gar nicht, sie sind einfach zu schwer. Die Heckträger sind anders konstruiert und gebaut, um mehr Stabilität zu garantieren", erklärte Felix Bechine.

Theoretisch lassen sich E-Bikes auch an einem normalen Träger befestigen, doch das ist keine gute Idee. "Bei schnellen Ausweich- und Lenkbewegungen auf der Autobahn können die normalen Träger brechen und dann kann es sehr gefährlich werden. Die speziellen Heckträger für E-Bikes kosten natürlich auch etwas mehr, aber das Geld sollte man auf jeden Fall investieren", so Bechine. Jeder, der so einen Träger nur zwischendurch oder für den Urlaub braucht, kann diesen auch bei BB-EP mieten.

Im Clubraum des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs informierten Beate-Marion Hoffmann und Lothar Nuthmann in einem Seminar über die Planung und Erstellung von Touren mit Karten im Internet und wie diese Touren auf Navigationsgeräten genutzt werden können. Das kostenlose Kartenprogramm OpenStreetMap (OSM) und verschiedene kostenlose Internetseiten zum Erstellen von Radtouren wurden vorgestellt. "Diese Seiten sind wirklich praktisch. Man kann auch bereits gefahrene und aufgezeichnete Touren hochladen und dort mit anderen Radfahrern teilen. Wir haben schon über 900 verschiedene Strecken dort gespeichert", sagte Hoffmann.

Nach dem Seminar fuhren die Teilnehmer ab 13 Uhr eine am Computer geplante, etwas 30 Kilometer lange Strecke auf dem Panoramaradweg.

Quelle: RP
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