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Kreis Mettmann
Smoothies: Trendy, aber nicht in jedem Fall gesund

Kreis Mettmann. "Green Smoothies" heißt das moderne Wundergetränk, das frühjahrsmüde Menschen fit machen und halten soll. Barbara Fink vom Gute Erde-Bio-Markt an der Montessoristraße in Langenfeld lädt samstags und dienstags ab 11 Uhr lädt zur Verkostung ein. Sie möchte demonstrieren, dass das gesunde Kraftgetränk trotz eklig grüner Farbe durchaus gut schmecken kann. "Alles, was Sie im Supermarkt in Orange, Pink oder Gelb finden, bringt dem Körper nur wenig - einmal durch die falsche Zusammensetzung und auch, weil jeder Fertig-Smoothie durch Erhitzen haltbar gemacht werden muss. Das zerstört die meisten Nährstoffe", sagt Fink. Von Isabel Klaas

Wer seinem Körper Gutes tun wolle, müsse zum frischen Gemüse greifen und Folgendes beachten: 60 Prozent grünes Blattgemüse mit Stiel und 40 Prozent Früchte gehören in den Powerdrink. Denn vor allem dem Blattgrün, dem so genannten Chlorophyll, werden wahre Wunderkräfte zugesprochen. Rohes Blattgemüse sei reich an Ballaststoffen, soll den Darm säubern und entgiften, den Blutzuckerspiegel stabilisieren, für ein gesundes Säure-Basen-Verhältnis sorgen und krankheitserregende Bakterien vernichten, Zahnfleisch-Probleme und Mundgeruch beseitigen, das Sehvermögen verbessern, die Wundheilung fördern und gegen Entzündungen wirken, erzählt sie.

Hier ein paar Zutaten: Spinat mit Stiel, Portulak, Mangold, Pak Choi, Asia-Salat, Möhren-, Radieschen-, Kohlrabi- und Rote-Beete-Grün in Bio-Qualität. Gurke und Blattsalat empfiehlt die Expertin eher nicht, weil sie zu wenig Nährstoffe haben. Dazu können Birnen, Äpfel, Ananas, Mango, Trauben, Ingwer und für die Süße eine reife Banane und getrocknete Datteln kombiniert werden, dazu ein Löffel braunes Mandelmus und Wasser. Erfinderin des giftgrünen Getränks ist die Amerikanerin Victoria Boutenko. Abgeguckt hat sie's der Ernährung der Schimpansen, die ausschließlich von Früchten und grünen Pflanzen leben, erzählt Fink. Doch es gibt es auch schon die ersten Warner. So sagt Verbraucherzentrale Bayern, dass Spinat und Mangold nicht in den Mixer gehören, weil sie zu viel Oxalsäure hätten, die die Aufnahme lebenswichtiger Mineralien behindere. Nora Dittrich, Ernährungsexpertin von der Verbraucherzentrale Düsseldorf, warnt vor tiefgekühlten Beeren im Smoothie, weil das Wasser, das zum Gefrieren genommen wird, von Noro-Vieren belastet sein könne. Ansonsten gilt: "Ein guter Smoothie sollte immer aus 50 Prozent Früchten bestehen."

Quelle: RP
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