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Die SG muss jetzt noch nach Bremen

Lokalsport: Die SG muss jetzt noch nach Bremen
Damien Janus (2.v.l) und Sebastian Bartmann (r.) müssen sich noch einmal in dieser Saison für die SG Ratingen anstrengen - nach dem Spiel in Bremen ist die Saison vorbei. FOTO: Achim Blazy
Ratingen. Für den Handball-Drittligisten geht es am letzten Spieltag um nichts mehr - doch das Spiel beim Tabellenletzten ist 300 Kilometer entfernt. Von André Schahidi

Es ist nicht die allerweiteste Fahrt der Saison, den Titel gewinnt das Auswärtsspiel beim VfL Fredenbeck. Doch am letzten Spieltag nach Bremen zum Tabellenletzten Habenhausen fahren zu müssen - es ist nicht der Hauptgewinn für die SG Ratingen in der Dritten Handball-Liga. Dort spielt das Team um Spielertrainer Simon Breuer am Samstag um 19 Uhr.

Gerade Breuer selbst kommt der Termin überhaupt nicht recht. Der Rückraumspieler ist endlich mit seinem Hausbau fertig - und am Wochenende ist der Einzugstermin. "Da werden noch ständig Sachen geliefert - und ich bin nicht da", sagt er. Für Breuer gilt daher das Credo: Spielen - Gewinnen - nach Hause.

Andere aus der Mannschaft sehen die Abschlussfahrt zeitlich etwas entspannter und wollen die Tour zum Tabellenletzten noch mit einem Hamburg-Besuch verknüpfen. Da es bei der SG keinen Mannschafts-Bus gibt, es stattdessen immer in kleineren Fahrzeugen auf Reisen geht, ist die Trennung problemlos möglich. Die große Abschlusstour steht dann für die Handballer über Pfingsten auf dem Programm. Dann geht es für acht bis neun Spieler des Kaders nach Mallorca - die typische Theken-Tour, die es von Kreis- bis Bundesliga gibt. "Erstaunlicherweise fahren vor allem die mit, die auch nächste Saison bei uns spielen", sagt Breuer - eine Aussage, die man interpretieren kann, wie man möchte.

So oder so ist die Saison mit dem Spiel morgen noch nicht ganz vorbei. Zwei Wochen bittet Breuer noch zum Training. "Wir werden dann auch ein paar Tests machen, daraufhin bekommt jeder Spieler sein Programm für den Sommer", sagt der Spielertrainer. "Und zum Trainingsauftakt werden wir dann ja sehen, was jeder in seinem Urlaub so gemacht hat."

Ein paar Hausaufgaben müssen Breuer und Manager Bastian Schlierkamp abseits der Platte ohnehin noch bewältigen. Denn die SG sucht für die kommende Saison weiter einen Rückraumspieler sowie einen Torhüter. "Für den Rückraum sind wir mit einem Linkshänder im Gespräch", sagt Breuer. Und im Tor gibt es gleich zwei Kandidaten. "Einen, den wir sehr gerne hätten - doch das könnte sich schwierig gestalten", sagt er. "Und einen Plan B, den man natürlich immer haben sollte."

Zuvor steht aber noch einmal die zweitweiteste Fahrt der Saison an. Und Breuer möchte sie nicht umsonst antreten. "Ich möchte mit einem guten Abschluss aus der Saison gehen", sagt er. "Und ich hoffe, dass es den anderen Spielern auch so geht." Denn eigentlich ist das Spiel beim abgeschlagenen Letzten eine Pflichtaufgabe. Habenhausen sammelte in den ersten sieben Saisonspielen gar keinen Zähler, insgesamt gelangen dem recht früh feststehenden Absteiger nur fünf Erfolge in der ganzen Saison. "Wenn wir die gleiche Einstellung zeigen wie in der vergangenen Woche gegen Krefeld, gewinnen wir das Spiel", sagt Breuer. Beim Heimspiel gegen das Spitzenteam der Liga spielte die SG ordentlich, weil es Krefeld aber auch tat, setzte es ein 26:31. Habenhausen hat nicht im Ansatz die gleiche Qualität wie der Gegner der letzten Woche. Daher sollte die letzte, weite Fahrt immerhin mit einer Sache gekrönt werden: einem Sieg.

Quelle: RP
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