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Lokalsport
Großes Talent mit will der SG II Meister werden

Ratingen. Am Sonntagmorgen spielt die Löwen-Reserve gegen Verfolger Saarn. Schon bei einem Remis steht der Aufstieg fest.

Yannik Nitzschmann plagen derzeit Schmerzen im Fuß. Die lange Handballsaison mit den vielen Spielen in der A-Jugend (Oberliga) und der Reserve in der Landesliga hinterließen ihre Spuren. So verzichtete die große Nachwuchshoffnung der SG Ratingen II zuletzt im Heimspiel gegen die SG Unterrath auf den Einsatz, es war der letzte Auftritt des Tabellenführers vor heimischen Publikum. "Am Sonntag in Saarn, da will ich dabei sein, um jeden Preis", sagt der 18 Jahre alte Gymnasiast aus Wülfrath. "Es war gegen Unterrath eine reine Vorsichtsmaßnahme, alles war mit dem Trainer abgesprochen." Seine Ratinger stehen am Sonntagmorgen vor dem wichtigsten Spiel des Jahres. Gewinnen sie, steigen sie in die Verbandsliga auf.

Gespielt beim Tabellenzweiten aus Mülheim wird um 11.30 Uhr. Die gesamte Saison über lieferten sich die beiden mit Abstand besten Teams der Landesliga ein Kopf-an-Kopf-Rennen, die SG, im Hinspiel 23:17 siegreich, hatte den längeren Atem. Nun gehen die Schützlinge von Trainer Leszek Hoft mit einem Drei-Punkte-Vorsprung in das vorletzte Saisonspiel. Holen sie einen Punkt, sind sie Meister. Dann ist der Saisonausklang beim TV Conenberg am 13. Mai ohne Bedeutung.

"Wir beschäftigen uns schon die ganze Rückrunde mit diesem Spitzenspiel", sagt Nitzschmann. "Aber Saarn hat auch alles von uns verfolgt, besonders unsere Ergebnisse. Die sind genau so heiß auf den Meistertitel wie wir, die wissen alles über uns. Es ist für beide Mannschaften das Spiel des Jahres, das will jeder gewinnen."

Der Tabellenzweite aus Mülheim ist heimstark. Neun der elf Heimspiele bisher wurden gewonnen. Zum Saisonausklang erwartet der Tabellenzweite den TV Kettwig II (14. Mai) und hat dabei eigentlich nichts zu befürchten. Da ist die Ratinger Aufgabe zum Abschluss beim TV Cronenberg erheblich schwerer.

In vorderster Reihe in der Saarner Sporthalle, werden Kirstin und Jörg Nitzschmann mitfiebern, Yanniks Eltern. "Ohne ihre ständige Unterstützung würde ich nie dort stehen, wo ich jetzt bin", sagt der Sohn, der für die kommende Spielzeit einen Vertrag für die erste Mannschaft (Regionalliga) hat. "Aber wenn ich in der Reserve benötigt werde, bin ich dabei, mit vollen Herzen." Er ist immer bestens gelaunt, sitzt auch dann mit auf der Bank, wenn er nicht zum Einsatz kommt. Das kam bei den großen Belastungen zuletzt verletzungsbedingt häufig vor, aber seine Laune ist immer vorzüglich:

(wm)
 
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