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Lokalsport
TuS-Nachwuchs schafft Tischtennis-Wunder

Ratingen. Die Jungenmannschaft der Lintorfer steigt zweimal in Folge auf - nun in die höchste NRW-Liga. Von Falk Janning

Ein "kleines Wunder" nennt Jochen Metzger den Erfolg seines Tischtennis-Jungen-Teams vom TuS Lintorf. "Wir sind in der Tischtennis-Bezirksliga der Jungen das, was Leicester City im englischen Fußball ist", sagt der Trainer. "Wir galten als Abstiegskandidat und sind sensationell Meister geworden." Während der ganzen Saison lieferten sich seine Jungs mit der Spvgg. Meiderich ein packendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Am letzten Spieltag hatte der TuS Lintorf dann die Nase vorne und steigt in die NRW-Liga - der höchsten Jugend-Spielklasse - auf. Dem TuS gelingt damit der Durchmarsch, denn erst im vergangenen Jahr war er in die Bezirksliga aufgestiegen.

"Wir hätten nie damit gerechnet, dass uns so etwas gelingen könnte", sagt Metzger. Der 71-Jährige ist seit 15 Jahren eine Institution im Verein, hat mit Akribie den Nachwuchsbereich des Vereins aufgebaut. Er ist mit Herz und Seele dabei und sagt: "Ich lebe für die Jungs." Angeführt wurde die Truppe von Patrick Sperling: Der Kapitän und die Nummer eins kam auf 19:9 Siege. An Position zwei agierte Florian Legermann (25:11 Siege), dem sein Coach "einen Riesensprung" während der Meistersaison attestierte. Nummer drei des Teams war Lars Kreienmeier (25:11), neben Patrick Sperling der älteste Spieler im Kader. Jüngster Akteur war an Position vier René Gasch. Der 13-Jährige gilt als Riesentalent und spielte eine sensationelle Saison. 26:2 Siege fuhr er ein und war mit dieser Bilanz der Beste seiner Mannschaft. Außerdem gehörten zum Team Luca Wienand (9:5), Jonas Hohn (2:0) und Alexander Schwarz.

Von Spieltag zu Spieltag wurden er und sein Team mutiger. Schon am zweiten Spieltag gab es ein 5:5 in Meiderich. Sie deuteten diese Ergebnisse aber noch nicht als Hinweis darauf, dass sie in der Tabelle ganz oben mitspielen werden. Anders wurde das, als dann vier Siege in Folge folgten. Wie groß die Erwartungen an den TuS mittlerweile gestiegen waren, zeigte die Enttäuschung nach der folgenden 3:7-Niederlage beim SV BW Dingden. Die Herbstmeisterschaft war futsch.

Die zweiten Saisonhälfte verlief so wie die erste: Die Lintorfer gewannen sieben Partien, erkämpften ein Remis gegen Meiderich (5:5 nach einem 2:5-Rückstand) und leisteten sich einen Ausrutscher (4:6 beim VfL Rheinhausen). Dennoch zogen sie am Herbstmeister vorbei, der überraschend einige Zähler liegenließ. Und mit einem 10:0-Erfolg gegen MTG Horst Essen machten sie den Titelgewinn perfekt.

In der kommenden Saison sind Sperling und Kreienmeier dem Jungen-Alter entwachsen und dürfen den Aufstieg in der NRW-Liga nicht auskosten. "Auch deshalb wird es im nächsten Jahr sehr schwer, die Klasse zu halten", sagt Metzger. "Aber vielleicht gelingt uns ja noch einmal so ein Wunder."

Quelle: RP
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