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Lokalsport
TVR setzt sich in der Schlussphase ab

Mülheim. Beim Verbandsliga-Absteigskandidaten Mülheim gewinnt das Trimborn-Team 35:21. Von Werner Möller

Ralf Trimborn war im Vorfeld der Verbandsliga-Auswärtspartie seines TV Ratingen beim Abstiegskandidaten HSG Mülheim erneut besorgt um die Verfassung seiner Mannschaft. Die lange Handballsaison hinterließ nach den jüngsten Erkenntnissen des Handballtrainers deutliche Spuren mit etlichen Verletzungen und auch Formtiefs. Aber bei der HSG Mülheim, dem Drittletzten, war davon nichts zu sehen. Kurz nach dem Wechsel lief alles auf vollen Touren und so gelang mit 35:21 (14:10) erneut ein Kantersieg. "Ab der 40. Minute passte alles zusammen", so der 50 Jahre alte Ingenieur aus Wuppertal. "Im ersten Durchgang machten wir es den Mülheimern auch richtig leicht mit den vielen technischen Fehlern. Mülheim konnte aber sein hohes Tempo der Anfangsphase nicht durchhalten."

Immerhin blieben die Hausherren bis zur 35. Minute bei Ratinger 17:15-Führung auf Tuchfühlung. Dann legte der Turnverein einen beachtlichen Zwischenspurt hin und das 30:20 (54.) durch Florian Heimes war mehr als die vorzeitige Entscheidung.

Trimborn und seinem Trainerteam war es wichtig, die Form vom bisherigen A-Jugend-Torwart Max Scholz zu testen. Der 19-Jährige soll schließlich in der kommenden Saison den Routinier Andreas Hoppe ersetzen. Scholz löste im letzten Drittel den starken Tim Pawlik ab und ließ dann nur noch zwei Bälle durch. "Max hat das so richtig gut gemacht", kam dann ein Extralob des Cheftrainers.

HSG Mülheim hatte allerdings auch Pech, dass ihr Torjäger Dominik Rosin ab der 40. Minute verletzt ausschied. Er verdrehte sich das Knie, es sah übel aus mit Verdacht auf Kreuzbandriss. Jedenfalls hatte es die Ratinger Deckung nun erheblich leichter. Trimborn warnte sie vorher auch eindringlich vor den Qualitäten des Mülheimers. "Das Ausscheiden dieses Klassestürmers tat sogar uns richtig weh," sagte Ralf Trimborn voller Mitleid. Moritz Metelmann war in der Nachbarstadt der überragende Ratinger Akteur. Der beruflich arg geforderte 26-jährige Linkshänder bekam kaum eine Pause, Trimborn mag ihn weder hinten noch vorne missen. Und so lange die Kräfte reichen, bleibt Metelmann auch auf dem Feld. Trimborn hat viel gefeilt an dessen Laufwegen und nun spielt er die mit Abstand beste Saison seiner Laufbahn.

TV Ratingen: Pawlik, Scholz - Schweinsberg, Metelmann 7, Antoniades 3, Florian Heimes 4, Benny Heimes 4, Max Beckmann 3, Tristan Beckmann 3, Schomburg 5, Czarnecki 1, Krämer, Szonn 4, Jonas Oberwinster 1.

Quelle: RP
 
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