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Hospiz-Bewegung
Für den guten Zweck gelaufen

Neujahrlauf 2016 der Hospizläufer Ratingen: Thomas Tremmel gewinnt
Auch die Ratinger Hospiz-Bewegung war mit einer Gruppe beim großen Neujahrslauf vertreten. FOTO: privat
Ratingen. Das Jahr mit einer schönen Laufveranstaltung positiv zu beginnen, ist für die Hospizläufer mittlerweile ein schönes Ritual geworden. Diesmal waren 45 Aktive beim Neujahrslauf dabei. Thomas Tremmel lief vorne weg, stellvertretender Leiter der Feuerwehr. Er kam als erster Ratinger für die Hospizbewegung durchs Ziel.

Alle Läufer haben aber nur einen Wunsch: Das Thema Tod und Sterben nicht zu tabuisieren, sondern es an die Öffentlichkeit zu bringen. Mit viel Durchhaltevermögen und Spaß an der Freud, vor allem am Laufen und an der Bewegung an der frischen Luft, sind die Läufer aus dem Marathonteam Ratingen, dem Turnverein Ratingen und viele Unabhängige wieder gemeinsam mit gleichen T-Shirts an den Start gegangen.

Ein wichtiges Anliegen der Hospizarbeit ist es, Sterben, Tod und Trauer in der Gesellschaft zu thematisieren und eine Auseinandersetzung in Gang zu bringen. In der Hospizbewegung Ratingen engagieren sich Menschen, die Sterben und Tod nicht verschweigen wollen. Für die Mitarbeitenden bedeutet Sterben ein Teil des Lebens und den Menschen in seiner Würde zu achten, bis zur letzten Lebensphase. Sie treten ein für Lebensqualität bis zum Tod und sie lassen Trauer für jeden Menschen zu, denn niemand soll allein gelassen und ohne Wärme und Nähe sterben. Das Sterben wird als ein Teil des Lebens betrachtet, der nicht verdrängt werden muss oder darf. Den letzten Lebensabschnitt durch Zuwendung mit Sinn zu erfüllen, ist einer der wichtigsten Grundsätze der Hospizarbeit.

Im Mittelpunkt stehen der Kranke und seine Angehörigen mit ihren körperlichen, sozialen, seelischen und spirituellen Bedürfnissen. Die Begleitung erfolgt aus freiem Willen und unabhängig von Herkunft, Stellung, religiöser Überzeugung und dergleichen.

Die Hospizarbeit soll ein lebenswertes Leben in der Umgebung gewährleisten, in der der Mensch zu dieser Zeit lebt; zu Hause, im Krankenhaus, im Alten- oder Pflegeheim. Die Hospizarbeit schließt auch die Begleitung der Angehörigen und Freunde mit ein, auf Wunsch auch über den Tod des Kranken hinaus, die so genannte Trauerbegleitung. Die Begleitung geschieht in Zusammenarbeit mit Ärzten, Pflegenden, Seelsorgern, Hilfsdiensten, Sozialarbeitern und Hospizschwestern. Nur durch diese Zusammenarbeit kann eine individuell optimale Begleitung realisiert werden.

Ziel ist es, so die Aktiven, dem Menschen ein Leben mit möglichst wenig Leid, umsorgt von Familie, Freunden und Mitmenschen, zu bereiten. Der Kranke wird stets in seiner Würde als Mensch wahrgenommen.

Quelle: RP
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