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Jubiläum
Stiftung Haus Oberschlesien feiert

Ratingen. Für manche steht Ratingen symbolisch für Deutschland. Das wurde deutlich beim Festakt zum 45-jährigen Bestehen der Stiftung Haus Oberschlesien in Hösel. Seit der Gründung 1970 sind es kulturelle Begegnungen und die Ausstellungen des Oberschlesischen Landesmuseums, die über Ratingen hinausstrahlen. Höhepunkt des Jubiläums war die festliche Stunde mit über 100 Gästen. Staatssekretär Thorsten Klute aus dem Düsseldorfer Arbeitsministerium betonte, dass die lange Erfahrung und das große Engagement es wert seien, einen Zwischenschritt zum 50.

Bestehen in der Öffentlichkeit zu betrachten. Zuvor hatte einer der höchsten politischen Vertreter der polnischen Partnerregion Nordrhein-Westfalens schon einen anderen Akzent gesetzt, Marschall Henryk Mercik aus Kattowitz: "Mir gefällt ihr schöner Marktplatz, doch wirklich einzigartig ist ihr Landesmuseums. Damit schaffen Sie Begegnung und den auswärtigen Dialog, gerade uns Oberschlesiern in diesem uns gut bekannten Bundesland", so Henryk Mercik.

Über den Tag weisen zwei Kooperationsabkommen hinaus. Das Landesmuseum hatte 2010 erstmals mit der Bergbautraditionsstube in Knurowt eine Partnerschaftsvereinbarung unterzeichnet. Sichtbares Ergebnis sind die beiden Seilscheiben des Knurower Bergwerkes, die als Landmarke neben dem Höseler Museum stehen. Diese Übereinkunft wurde zwischen Museumsdirektor Stephan Kaiser und Kustos Boguslaw Szygula nun feierlich erneuert. Ebenfalls bis ins runde Jubiläumsjahr 2020 reicht die zweite Vereinbarung mit dem Dachverband der Deutschen Minderheit in Polen.

"Jetzt haben wir, das darf man wohl so sagen, ein historisches Dokument unterzeichnet", urteilte Bernard Gaida aus Oppeln. Sein Verband vertritt rund 150.000 Personen, die in Polen eine deutsche Nationalität aufweisen.

Quelle: RP
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