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Remscheid
Ein total verhextes Weihnachtsfest

Remscheid: Ein total verhextes Weihnachtsfest
Das Figuren-Theater aus Meerbusch gastierte im Rotations-Theater. FOTO: Hertgen, Nico (hn-)
Remscheid. Seifenblasen-Figurentheater aus Meerbusch begeistert Kinder bei Vorstellung im Rotationstheater. Von Bernd Geisler

Das seit Langem beliebteste Wort im Rotationstheater erschallte gestern Morgen aus unzähligen Kindermündern. Und das nicht nur einmal, sondern während einer Aufführung des "Total verhexten Weihnachtsfestes" mindestens 20 Mal. Es war: "Jaaaaaaaaaaa", und zwar so laut wie möglich. Die Kinder waren ab drei Jahre alt. Das ist das dankbarste Publikum für eine Aufführung, das es geben kann. Sie gehen mit, sie fiebern mit, sie schreien mit - herrlich. Sie starren wie gebannt auf die Bühne, nichts bleibt ihnen verborgen, sie rufen dazwischen, stehen plötzlich auf und merken es nicht, beißen sich vor Aufregung in die Hand, machen die Augen zu (und merken es auch nicht) und lassen sich mit Freuden erschrecken. Das darauf folgende Getöse macht dann noch viel mehr Spaß.

Also - wie könnte es auch anders sein - eine begeisternde Vorführung des "Seifenblasen Figurentheaters" aus Meerbusch. Die Handlung ist beinahe nebensächlich: Es geht um die süße kleine Hexe Griselda. Sie hat am Weihnachtsabend ihre besten Hexenfreundinnen eingeladen. Sie wollen zusammen feiern und Himbeersirup trinken. Aber die grantige Oberhexe - ein garstiges, schrilles Weib - kommt ihr in die Quere. Ausgerechnet heute soll Griselda eine Hexenprüfung ablegen. Sie soll einen Zaubertrank brauen, der der Oberhexe mundet. Das Rezept dafür liefert die Oberhexe gleich mit. Gelingt ihr das nicht, dann darf Griselda ein ganzes Jahr lang nicht mehr zaubern. Das wäre für sie furchtbar. Sie macht sich mit ihrem Gehilfen, dem Putzmann Hans Helmut sofort an die Arbeit. Natürlich klappt nicht alles und nicht jeder Zauberspruch gelingt. So soll sie sich mittels einer Zauberprozedur in eine Katze verwandeln: Dreimal in die Luft springen und danach "Batz-Fatz-Bussi-Schmatz" rufen. Das Publikum zählt und ruft mit. Das Springen klappt ja noch, aber wie hieß der Spruch noch? "Batz und Bussi und dann Fatz und Schmatz"? Oder war es umgehrt?

Die Kinder brüllen ihre Hilfen auf die Bühne. Das Geschehen dort nimmt sie restlos gefangen. Effekte sind das, was zählt, nicht die Handlung. Es ist jetzt egal, dass der Putzmann auch die Stimmen der Puppen spricht und ihre Bewegungen ausführt. Denn der Weihnachtsmann ist Griselda durch den Zauberspruch gefegt. Sie hat ihn in eine Katze verwandelt. Er merkt zum allgemeinen Gaudi erst ziemlich spät, dass er jetzt eine Katze ist. Natürlich wird am Ende alles gut. Und eine weitere "Zauberei" passiert: Wie durch ein Wunder finden alle Steppkes und Dötzchen ihre vor Beginn auf einen Haufen geworfenen Mäntel, Jacken und Mützen wieder. Interessant auch: Der heimliche Publikumsliebling scheint die Oberhexe gewesen zu sein: "Wo die sich so erschreckt hat", sagte eine begeisterte Fünfjährige.

Quelle: RP
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