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Remscheid
Enge Duelle im Seifenkisten-Rennen

Remscheid: Enge Duelle im Seifenkisten-Rennen
Dieser junge Seifenkisten-Fahrer wird mit deutlichem Vorsprung die Ziellinie erreichen. FOTO: seg
Remscheid. Die Siegerteams spendeten ihre Prämien an das Kinderhospiz Burgholz. Von Cristina Segovia-Buendía

Einen verregneten Start verzeichnete die Premiere des Seifenkisten-Grand Prix auf der Alleestraße. Das trübe nasskalte Wetter hielt zwar viele Zuschauer von der provisorischen Rennstrecke fern, doch die Fahrer und Teams hatten trotzdem ihren Spaß. Eine Aktion, die aus Sicht aller Anwesenden, eine Wiederholung verdient.

Zum ersten Mal nach vielen Jahrzehnten griff die Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) Alleestraße die Idee eines Seifenkistenrennens auf, um die Flaniermeile auch als sportliche Eventmeile zu präsentieren. Die Initiative hatte im Vorfeld die Neugier geweckt und viele Unterstützer gefunden. So hatten sich zwölf Teams für das Rennen gemeldet sowie einige junge Hobby und Nachwuchsrennfahrer.

Am Premierentag folgte die große Ernüchterung: Kalt, nass und nebelig präsentierte sich die Kulisse des Spektakels. Doch eine Absage kam nicht in Frage, äußerte ISG-Vorsitzender Ralf Wieber. "Es ist zwar schade wegen des Wetters, aber durchziehen wollten wir es trotzdem." Auch die Fahrer hielten größtenteils ihr Wort und traten an.

Von der großen Zange aus ging es über eine kleine Rampe die Alleestraße hinab. Eine kleine, unfreiwillige Schikane wartete in Höhe des Brunnens auf die Fahrer. Dort war die Strecke so ebenerdig, dass die meisten Seifenkisten stehenblieben. Kurzerhand fungierten die Streckenposten als Anschubser und gaben den Fahrern so viel Schwung mit, dass sie die wenigen Meter bis zum Streckenziel am ersten mittleren Pavillon auf der Höhe von Telekom und Woolworth schafften. Sie stiegen begeistert aus den hölzernen Gefährten aus, die zum größten Teil die Lüttringhauser Schlawiner bereitgestellt hatten. "Das hat Spaß gemacht", sagte der fünfjährige Daniel, der zum ersten Mal Seifenkiste gefahren war und gleich seinen ersten Sieg einfuhr.

Auch die größeren Rennfahrer wie Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und sein sportlicher Renngegner Volker Pleiß vom Sparkassen-Vorstand - beide lieferten sich auf der Strecke ein enges Duell - zeigten sich angetan vom Event. "Das ist eine tolle Sache", sagte etwa der OB, der siegreich aus dem Rennduell hervorging.

Am Ende verzichteten alle Teams auf die Siegerprämien zugunsten des Kinderhospizes Burgholz. Ob das Seifenkistenrennen eine zweite Auflage erleben wird, wusste Ralf Wieber noch nicht. "Das werden wir uns überlegen." Im kommenden Jahr, so viel verriet der ISG-Vorsitzende dann aber doch, wird auf der Alleestraße eine dreitägige Cocktailparty mit Livemusik gefeiert.

Quelle: RP
 
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