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Remscheid
Ersatzbäume für die Ringstraße

Ersatzbäume bis Februar 2016 für die Ringstraße in Remscheid
Der Baumbestand an der Ringstraße soll zum Teil der Sanierung der Straße weichen. FOTO: Archiv (Nico Hertgen)
Remscheid. Landschaftbeirat schlägt geeignete Arten vor und fordert ein Gesamtkonzept. Von Solveig Pudelski

Während in Paris große Klimaschutzziele vereinbart wurden, sind die kleinen Klimaschutzziele in den Städten nicht immer einfach zu erreichen. So erinnert der Landschaftsbeirat daran, dass er sich seit Jahren für Erhalt und Entwicklung städtischen Grüns stark macht - als Grundlage für eine lebenswerte Stadt mit moderaten Immobilienpreisen und günstigen Werten in der Klimaerwärmung punkten kann. Er fordert ein Gesamtkonzept für eine nachhaltige Entwicklung des Grüns der Stadt, das auch umgesetzt wird. Wie schwer es aber allein ist, Bäume in der Stadt zu erhalten, zeigten jüngste Beispiele.

Bis Ende Februar sollen an der Ringstraße 56 Linden und Platanen gefällt werden, damit die Straße zwischen den Kreuzungen der Trecknase und Raderstraße saniert und mit Flüsterasphalt ausgestattet werden kann. Viele fallen unter die Baumschutzsatzung. Fachleuten und aufmerksamen Bürgern sei jedoch ohnehin klar gewesen, dass die Bäume so eingeengt sind, dass ihnen die Lebensgrundlage fehlt, schreibt Landschaftsbeiratsvorsitzende Gabriel Lipka in einer Pressemitteilung. Der Gutachter verdeutlichte vor den Lenneper Bezirkspolitikern durch Wurzelberechnungen, dass jedes Wurzelleben der Bäume durch Pilze und Mikroorganismen nicht mehr möglich sei. Die Linden und der Ahorn würden kurz über lang krank und müssten aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht gefällt werden. Diese Situation treffe allerdings auf viele Straßenbäume in Remscheid zu, schriebt Lipka. Sie wurden vor Jahrzehnten unter anderen Voraussetzungen gepflanzt.

Doch die Folgen des Baumverlusts seien dramatisch. Lipka: "Wenn ein Baum fällt, stirbt eine vielfältige Lebensgemeinschaft." Fachleute des Landschaftsbeirates haben daher bereits geeignete Baumarten für eine Ersatzpflanzung an der Ringstraße vorgeschlagen. Dies hätten zwar nicht den ökologischen Wert der Altbäume, würden aber durchaus ihre Dienste für das Ökosystem erfüllen.

Quelle: RP
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