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Remscheid
Honsberger Häkelzelt für Taiwan

Remscheid: Honsberger Häkelzelt für Taiwan
Freudig weihten die Honsberger das Tipizelt ein. Honsbergerinnen haben es innerhalb von einem dreiviertel Jahr gestrickt. FOTO: Nico Hertgen
Remscheid. "Das Tipi ist ein Symbol für Schutz, Gastfreundschaft, Mobilität und uraltes Handwerk, das in jeder Sprache verstanden wird", sagt Ute Lennartz-Lembeck. Von Anna Mazzalupi

Rund ein Dreivierteljahr haben fleißige Honsbergerinnen gestrickt und gehäkelt. Entstanden ist daraus unter Anleitung der Remscheider Künstlerin Ute Lennartz-Lembeck ein wunderschön strahlendes Tipi, das am Samstag in Neuen Lindenhof zum ersten Mal aufgebaut und damit eingeweiht wurde. "Das Tipi ist ein Symbol für Schutz, Gastfreundschaft, Mobilität und uraltes Handwerk, das in jeder Sprache und über Ländergrenzen hinweg verstanden wird", erklärt die Künstlerin.

Anfang März wird sie samt dem Tipi nach Taiwan fliegen. Von der Universität von Taipeh wurde sie zu einem Kulturfestival eingeladen, zu dem bis zu 750 000 Besucher kommen. Dort soll das Honsberger Tipi seinen festen Platz finden. Durch die Acrylwolle ist es wetterbeständig. "Für den Honsberg ist das total cool und eine Megachance", sagt Lennartz-Lembeck.

Bei einem schönen Rahmenprogramm mit Musik, Tanz und Buffet konnten die Helferinnen zum ersten Mal das Ergebnis sehen. "Wow, unser Tipi leuchtet", lautete die Reaktion von vielen. Arntraud Kieke hat über 200 der Quadrate angefertigt. "Das jetzt zu sehen, macht mich einfach glücklich", erzählte sie schon fast mit Tränen in den Augen. "Ich erkenne ein paar von mir wieder. Das ist großartig. Honsberg ist das neue Künstlerviertel".

Auch Ralf Noll vom Stadtteil e.V ist begeistert vom Resultat. Er ist sozusagen der "Quotenmann", da er sich als einziger Mann in Zusammenarbeit mit seiner Frau an ein Quadrat gewagt hat. "Das ist ein Element, das unser Stadtteil total gut gebrauchen konnte", merkte Noll an. Zwar sei es auf der einen Seite schade, dass das Zelt nun nicht im Lindenhof bleibt. Aber die Freude darüber, ein Stück Honsberg nach Taiwan zu bringen, überwiege.

"Man ist auch stolz darauf, ein Teil des Ganzen zu sein. Das ist ein Handwerk, das man anfassen, bei dem man mitarbeiten kann, und das einen selbst fasziniert", sagt Besucherin Daniela Hager. Sie wirkte beim ersten Tipi-Projekt in Remscheid mit. Denn: In den USA und Afrika stehen bereits zwei Remscheider Tipis.

Aktuell arbeiten die Frauen an einem kleineren Tipi für das städtische integrative Familienzentrum Honsberg.

Und eine Überraschung für den Lindenhof gab es auch: Die Künstlerin schenkt dem Haus ihr allererstes Tipi.

Quelle: RP
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