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Remscheid
Hospizverein hat sieben Grundstücke zur Wahl

Remscheid. Förderverein verzeichnet mittlerweile 1,1 Million Euro Spenden. Drei Betreiber aus der Region haben Interesse. Von Solveig Pudelski

Während die Spendenbereitschaft für einige Projekte mit der Zeit erlahmt, ist es beim Vorhaben, ein Christliches Hospiz für Remscheid, Wermelskirchen, Hückeswagen und Radevormwald zu errichten, genau umgekehrt. "Als wir die Eine- Million-Grenze an Spenden überschritten hatten, gab es noch einmal einen richtigen Schub. Darunter war auch eine Großspende", sagt

Andreas Holthaus, Vorsitzender des Fördervereins Christliches Hospiz Bergisches Land. "1800 Menschen haben uns vertraut", beziffert der Vorsitzende die großen und die kleinen Spender.

Inzwischen bieten 1,1 Million Euro ein solides finanzielles Polster, um das Bauprojekt bald zu starten. Für das Haus, in dem später bis zu acht Menschen leben können, hat das Remscheider Architekturbüro Edelhoff und Reska bereits einen Entwurf gefertigt. Es strahlt Wärme und Aufenthaltsqualität aus, "einen kalten Bauhausstil wünschten wir für diesen Zweck nicht", so Holthaus. Für den rührigen Förderverein ist klar, dass die Standortwahl eng verknüpft ist mit der Wahl des zukünftigen Betreibers. Allerdings soll das Hospiz-Gebäude für Menschen aus alle vier Städten gut erreichbar sein. Auch eine gewisse Infrastruktur und die gute Lage spielen eine Rolle, schließlich sollen sich die Bewohner und deren Angehörige wohl fühlen. "Wir wollen die Grundstücksfrage gerne mit dem ausgewählten Betreiber des Hospizes klären", kündigt Holthaus an. Drei potenzielle "Partner" stehen zur Auswahl, sie sind in der Region verankert: Diakonie, Caritas oder die Stiftung Tannenhof.

Derzeit hat der Förderverein sieben Grundstücks-Angebote zum Erwerb oder auch auf Erbpachtbasis mit der Option, den Grund und Boden später einmal kaufen zu können. Im April hoffe man, die Entscheidung des Vorstandes über den ausgewählten, seriösen Betreiber den Vereinsmitgliedern vorzulegen. Im Mai werde die Öffentlichkeit informiert.

Angesichts der Spendenbereitschaft in den vier Städten und Gemeinden sei der Förderverein guter Dinge, dass auch künftig laufende Kosten gestemmt werden können. Denn fünf Prozent der Betreiberkosten muss der Förderverein aufbringen - das sind jährlich 50.000 Euro. Auf den Vorstand kommen noch einige Zwischenschritte zu. Den Krankenkassen sei nachzuweisen, warum in dem 180.000 Einwohner umfassenden Einzugsgebiet ein Hospiz mit acht Plätzen notwendig ist. Erst danach kann der Betreiber einen Vertrag mit den Kassen abschließen. Und wie jeder Bauherr gilt es, den Bauantrag zu erstellen, damit die Behörde später grünes Licht für den Spatenstich geben kann.

Quelle: RP
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