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Remscheid
Mallorca-Austausch weckt Lust auf Sprache

Remscheid. Das Leibniz-Gymnasium hatte Besuch aus Mallorca: 20 spanische Austauschschüler verbrachten eine unvergessliche Woche im Bergischen. Gestern flogen sie wieder heim. Von Cristina Segovia-Buendía

Zwar freuten sie sich auf ihre sonnigere Heimat, ihr letzter Deutschland-Besuch soll es aber nicht gewesen sein. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschiedeten sich die 20 spanischen Austauschschüler von ihren neu gewonnen Remscheider Freunden.

Für die vier 14-jährigen Elisa, Laura, Marina und Amparo war es ihr allererster Deutschland-Besuch. Ein kleiner Temperaturschock für die verwöhnten Inselbewohnerinnen. "Hier ist es übertrieben kalt, aber ansonsten wirklich sehr schön", sagte Amparo.

In ihren Gastfamilien hätten sie sich alle wohl gefühlt, obwohl die unterschiedlichen Uhrzeiten der Mahlzeiten sie schon überrascht hätten. In Spanien sind die Essgewohnheiten andere. Wenn in Deutschland meist gegen 18 Uhr zu Abendbrot gegessen wird, nehmen Spanier für gewöhnlich eine "merienda" ein, eine kleine Zwischenmahlzeit, vor dem Abendessen, dass für gewöhnlich erst ab 21 Uhr serviert wird. Am meisten hätten sie aber die Sonne und den Strand vermisst.

"Besonders gut gefallen haben mir Köln und der Wuppertaler Zoo", sagte Laura. Die deutsche Sprache, die neben Englisch, für einen Arbeitsplatz in der mallorquinischen Tourismusbranche unerlässlich ist, hätte die Mädels ein wenig Überwindung gekostet, erzählen sie. Aber auch die Leibniz-Schüler hatten ihre Schwierigkeiten: "Meistens haben wir dann doch mit ihnen auf Englisch gesprochen, weil wir noch nicht so lange Spanisch lernen", erklärte Luana (14). Ihr habe der Austausch nach Mallorca sehr viel Spaß gemacht. "Als wir im Januar dort waren, war es sehr schön. Einige Angewohnheiten, wie zur Begrüßung zwei Küsschen auf die Wange zu geben, haben wir mittlerweile auch hier übernommen." Auch Svenja erinnert sich gerne an ihre Woche auf Mallorca: "Die Atmosphäre mit dem Strand und der Sonne war toll und die Leute waren super herzlich und offen. Ich glaube wir sind dadurch auch viel herzlicher geworden."

Die Spanisch-Lehrerin am Leibniz, Isabel Iñigo-López, erkennt einen großen Vorteil des Austausches: "In den letzten vier Jahren, seit dem es den Austausch gibt, konnten wir feststellen, dass die Motivation bei den Schülern steigt, die Sprache zu lernen." Aufgrund der gestiegenen Nachfrage würde am Leibniz sogar überlegt, Spanisch, statt wie bislang ab der achten, bereits ab der sechsten Klasse anzubieten.

Quelle: RP
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