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Remscheid
Mit den Wupper-Tells auf Tour
Remscheid: Mit den Wupper-Tells auf Tour
Kescher und Hexenhut gehören bei "Wupper-Tell" Monika Fränzki zu den Führungen: Sie erzählt gerne Märchen und erforscht mit ihren Teilnehmer Tiere und Pflanzen am Wasser. FOTO: Jürgen MOll (aRchiv)
Remscheid. Die Gruppe aus Natur- und Landschaftsführern vermittelt Fachkenntnisse über Natur und Mythen des Bergischen Landes auf spielerischem Weg. Nun haben die "Wupper-Tells" eine eigene Interessengemeinschaft gegründet. Von Alexander Riedel

Wer die Landschaft an der Wupper mit all ihren Besonderheiten und Geheimnissen noch besser kennenlernen will, ist bei den "Wupper-Tells" gut aufgehoben. 14 zertifizierte Natur- und Landschaftsführer nehmen die Touristen mit auf eine Reise durch die Tier- und Pflanzenwelt zwischen Burg und Müngsten. "Hier werden aber nicht nur Fakten wiedergegeben", sagt Ernst Nowak vom Team. Alles sei mit einer Geschichte verbunden, die die Teilnehmer bis zum Schluss der Führung in ihren Bann ziehen soll.

110 Führungen

"Die Wupper-Tells" gründeten sich im Oktober 2010 und wurden bislang von der Biologische Station Mittlere Wupper betreut. Nun haben sie eine eigene Interessengemeinschaft ins Leben gerufen, um sich der Öffentlichkeit noch besser präsentieren zu können. Dazu gehört eine Homepage, auf der man Informationen zu Programm und Führern erhält und Wanderungen buchen kann. Finanziert wurde die Internetseite durch das LVR-Projekt "Flüsterwald – Erlebnisse in reizvoller Natur". Die Nachfrage sei groß, berichtet Guido Weber stolz.

110 Führungen gab es 2011. Darunter waren sowohl öffentliche Führungen als auch solche, die von Privatleuten zu einem bestimmten Anlass gebucht wurden. "So kann man einen Geburtstag auf andere Weise feiern", sagt Weber. Zu den Teilnehmern gehören Schulklassen ebenso wie Seniorengruppen. Wer das "Rundumglücklich-Paket" bucht, kann sich als Teil der Führung in Haus Müngsten stärken.

Die Erlebnisführungen haben phantasievolle Titel: "Von Bergischen Schleifern, Hexen und Heinzelmännchen" richtet sich an Familien mit Kindern. Auf der zweieinhalbstündigen Wanderung lernen die Teilnehmer Mythen und Märchen über den Flüsterwald bei Müngsten kennen. Der Ausgangspunkt am Sonntag, 13. Mai, 11 Uhr, ist die Napoleonsbrücke. Frühaufsteher können sich der Führung "Hör mal einer an! Wenn die Städte noch schlafen" anschließen. Am Sonntag, 6. Mai, 5.30 Uhr, trifft sich die Gruppe unter der Müngstener Brücke, um die Laute des Waldes und des Flusses zu bestaunen.

Die Naturführer bringen viel Herzblut mit. "Ich bin in Bochum geboren, aber in Wuppertal aufgewachsen und habe eine sehr enge Beziehung zum Bergischen", erzählt Weber, der hauptberuflich als Biologe in der Landschaftsplanung arbeitet. Viele der Führer sind in naturwissenschaftlichen oder pädagogischen Berufen tätig.

Bis zu 30 Interessierte können an den Führungen teilnehmen. "Wir machen die Führungen auch, wenn nur zwei Leute da sind."

Quelle: RP
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