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Remscheid
Potenzieller Förderer besucht Haus Cleff

Remscheid. Eckhard Uhlenberg ist Mitglied des Stiftungsrats der Nordrhein-Westfalen-Stiftung. Es gab gestern keine Zusagen. Von Hagen Thiele

Seit Statiker erkannten, wie schlimm die Schäden sind, die die Larven des buntgescheckten Nagekäfers am Haus Cleff verursacht haben, ist klar, dass die Stadt Remscheid die nötigen Gelder für eine Instandsetzung nicht alleine wird aufbringen können. Der Fraktionschef der Remscheider CDU, Jens Nettekoven, hat deswegen den Vizepräsidenten des Landtags, Eckhard Uhlenberg, eingeladen, sich selbst ein Bild von dem ehrwürdigen Gebäude zu machen. Uhlenberg ist Mitglied des Stiftungsrats der Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege, einer potenziellen Förderstelle für das Haus Cleff.

"Zwar ist das Wetter nicht so schön, aber dafür ist es die Anlage", sagte Uhlenberg, noch bevor die private Führung durch das Haus Cleff und anschließend durch das Deutsche Werkzeugmuseum begann. Das Interesse am Besuch des Landtagsvizepräsidenten war groß. Parteiübergreifend hatten sich Remscheider Politiker eingefunden, um den Gast von der Bedeutung des Hauses zu überzeugen. "Es bewegt die Remscheider sehr, wie es mit dem Haus Cleff weitergeht", sagte Nettekoven, als die Gruppe das Innere des Gebäudes betrat und sich die Ausmaße der Schäden zeigten. "Es gibt nur wenige vergleichbare Häuser, es muss erhalten werden", meinte Nettekoven weiter.

Die Bedeutung des Hauses zeigt sich auch bei den Baustellenführungen, die der Förderverein vom Haus Cleff regelmäßig anbietet. "Es kommen sogar aus ganz NRW Architekten, um einen Blick auf das Gebäude zu werfen", sagte Beatrice Schlieper, Vorsitzende des Fördervereins und Fraktionsvorsitzende der Grünen. "Es ist gut, dass ich mir das Haus Cleff angesehen habe, wenn es zum Thema in der Stiftung wird, kenne ich es schon", meinte Uhlenberg, der großes Interesse zeigte und sich jeden Winkel des Hauses zeigen ließ. Zudem fragte er, wie eine weitere Nutzung aussehen könnte. "Dafür soll ein Gesamtkonzept mit dem Deutschen Werkzeugmuseum entwickelt werden", sagte Kämmerer und SPD-Parteichef Sven Wiertz. Dass bereits eine erste Idee - im Haus Cleff die Handelsgeschichte und im Werkzeugmuseum den Schwerpunkt der Produktion von Werkzeugen zu behandeln - beim Landschaftsverband Rheinland positive Reaktionen hervorrief, betonte der Kulturausschussvorsitzende Karl-Heinz Humpert. Uhlenberg konnte keine Prognosen abgeben, ob die Förderrichtlinien eingehalten werden. Ob eine Förderung möglich ist, wird sich erst nach Antragstellung zeigen.

Quelle: RP
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