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Remscheid
SPD entwickelt Ideen für Tourismus in Lennep

Remscheid. Lennep 2012 – was nun? Dieser Frage widmete sich die SPD-Fraktion der Lenneper Bezirksvertretung (BV) in einer öffentlichen Veranstaltung im Röntgen-Museum. Frühzeitig möchten die Sozialdemokraten auf die für den 22. April geplante Eröffnung des Radwegs über die ehemalige Balkantrasse eingehen und für den Tourismus weitere Impulse setzen.

"Die touristische Infrastruktur in Lennep muss verbessert werden", forderte SPD-Fraktionssprecherin Ursula Czylwik bereits in der BV-Sitzung Anfang November.

Besonders wichtig erschien es Politikern und Gästen, dass mögliche Radtouristen und weitere Besucher die "touristischen Leuchttürme" der Röntgenstadt bei ihren Besuchen finden. "Wenn die Leute nach Lennep kommen, dürfen wir sie nicht irgendwo stehen lassen, sondern müssen sie weiterleiten", forderte Martin Brink, Geschäftsführer der SPD-Ratsfraktion. Also müsse eine sinnvolle und ausreichende Beschilderung her. Dies sei besonders am Lenneper Bahnhof vonnöten, wo die Balkantrasse endet.

Im besonderen Fokus der touristischen Attraktionen steht das Röntgen-Museum, das sich mit seinem neuen Konzept nicht nur als Kultur- sondern auch als Bildungseinrichtung profilieren will, wie der stellvertretende Museumsleiter Uwe Busch erläuterte. Genauso seien Hinweise auf die historische Altstadt oder aufs Badeparadies H2O wichtig.

Damit auch Gastronomie und Einzelhandel vom Radweg über die ehemaligen Bahnschienen profitieren können, müsse die Zuwegung wie etwa in Bergisch Born ausgewiesen werden. Nicht außer acht lassen dürfe man überdies das Projekt "Wupperschiene", merkte Martin Brink an. Die Sanierung der über 100-jährigen, rund 16 Kilometer langen Eisenbahnstrecke von Oberbarmen über Beyenburg bis zur Staumauer der Wuppertalsperre soll durch den Museumsbahnverkehr und Draisinenfahrten die Freizeitgebiete entlang des Weges ansteuern. Auch bei diesem Konzept müsse Lennep einbezogen werden.

Ein wenig Unmut gab es über die Rolle der Bergischen Entwicklungsagentur (BEA) zu hören. Als Organisation mit Sitz in Solingen sei die Agentur im täglichen Geschäft zu wenig präsent, sagte Brink: "Die Lenneper Interessen sollten in Projekten der BEA eine Rolle spielen." Auch Uwe Busch bedauerte, dass bei der Neukonzeption des Museums die anfängliche Dynamik in der Zusammenarbeit "ein bisschen eingeschlafen sei." Skeptisch zeigten sich die Politiker überdies, ob Wuppertal nicht wie bei anderen gemeinsamen Projekten auch in Sachen Entwicklungsagentur künftig eigene Wege gehen werde.

Quelle: RP
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