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Rollhockey
IGR-Auftaktspiel mit einem Rumpfkader

Rollhockey: IGR-Auftaktspiel mit einem Rumpfkader
Der letzte Mohikaner: Sollte Torhüter Moritz Kreidewolf beim Bundesliga-Start auch noch ausfallen, müsste Trainer Marcell Wienberg in Krefeld zwischen die Pfosten. FOTO: Moll
Remscheid. Rollhockey-Bundesliga: Zum Saisonstart in Krefeld fehlen den Remscheidern am Samstag fünf Spieler. Von Henning Schlüter

Sagen wir mal so: Es gibt bestimmt idealere Voraussetzungen, um in eine Bundesliga-Saison zu starten. Bei der IGR Remscheid ist die Lage sogar so bescheiden, dass der Verein vorsorglich beim HSV Krefeld anfragte, ob das erste Meisterschaftsspiel am Samstag (18 Uhr, Bonhoefferstraße) nicht verlegt werden kann. Krefeld lehnte aber mit Blick auf die längst geplante Saisoneröffnung ab. "Das kann ich sogar nachvollziehen", sagt IGR-"Trainager" Marcell Wienberg.

Jetzt fährt Wienberg, der bei den Remscheidern Coach und Sportlicher Leiter in Personalunion ist, eben mit einer Rumpftruppe in die Seidenstadt - und muss dabei selber für den Fall der Fälle im Torwarttrikot an der Bande stehen. Weil Jonas Langenohl gemeinsam mit Alex Ober bis zum 12. September bei der U 17-Europameisterschaft in Luso/Portugal ist und sich Toni Fragapane beim Turnier um den Bergischen Löwen einen kräftigen Muskelfaserriss in der Wade zugezogen hat, steht mit Moritz Kreidewolf nur noch ein etatmäßiger Keeper zur Verfügung. Kreidewolf drohte allerdings auch auszufallen, weil er sich ebenfalls beim "Bergischen Löwen" eine Schleimbeutelentzündung im Knie eingehandelt hatte. "Er hat sich aber von Physiotherapeut Timo Meier intensiv behandeln lasen. Ich gehe davon aus, dass er am Samstag spielen kann", sagt Wienberg, der sonst selber ins Tor und von dort aus coachen müsste.

Die IGR-Sorgen beschränken sich allerdings nicht nur auf die Torhüter-Position. Auch Torjäger und Kapitän Yannick Peinke ist im Urlaub, den er buchte, als die Vorverlegung der Saison noch nicht ruchbar war. Auch Lukas Kuhn hat einen nicht verschiebbaren familiären Termin, Daniel Strieder ist auf Klassenfahrt und Daniel Leandro kehrte gerade erst aus Portugal zurück und geht mit nur einer Trainingseinheit ins erste Spiel. Und weil Wienberg die talentierten Youngster wie Joshua Dutt oder André-Pascal Weber nicht "verheizen" will, ist der Remscheider Kader in Krefeld mit eineinhalb Torhütern und sechs Feldspielern überschaubar.

Wienberg verhagelt das die Laune aber nicht. "Schön ist sicher anders", gibt er zu, er sagt aber auch: "Wir müssen eben das Beste aus der Situation machen." Das will er mit Moral und Kampfgeist ("Beides haben die Jungs im Überfluss") und einer eher defensiven Grundordnung erreichen: "Es wäre unter diesen Umständen fatal, wenn wir Krefeld ins offene Messer laufen."

So schwierig die Personallage (wieder) ist, so sehr hält Wienberg trotzdem an den ausgegebenen Saisonzielen für seine Mannschaft fest: "Wir möchten in der nächsten Saison wieder im internationalen Geschäft dabei sein", sagt er. Und klammheimlich hofft er darauf, sowohl in den Bundesliga-Play-offs als auch im Pokalwettbewerb unter die letzten Vier zu kommen: "Das Potenzial dazu hat meine Mannschaft."

Quelle: RP
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