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Handball
Panthern entgleitet noch der Pokal

Remscheid. Handball: Die männlichen Raubtiere unterliegen gegen den alten Rivalen aus Langenfeld im Endspiel nach einem packenden Finish und Siebenmeterwerfen. HG Remscheid gewinnt Spiel um Platz drei gegen Radevormwald/Herbeck. Von Michael In't Zandt und Henning Schlüter

Eine Parallele zum DFB-Pokalendspiel zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund am Samstagabend war beim Kreispokalendspiel der Handballer unverkennbar. Mit der SG Langenfeld und den Bergischen Panthern standen sich die besten Teams aus dem Bergischen Handballkreis gegenüber, nach der regulären Spielzeit gab es keinen Sieger, und am Ende gewann die Mannschaft mit den besseren Nerven. Und das war die SG Langenfeld, die im Siebenmeterwerfen den Pokal verteidigte.

Dabei waren die Panther, die im Halbfinale die HSG Radevormwald/Herbeck mit 31:21 ausgeschaltet hatten, drauf und dran, sich den "Pott" für die Vitrine zu sichern. Zehn Minuten vor dem Spielende führte das Team von Trainer Boris Komuczki bei seiner letzten Amtshandlung als hauptverantwortlicher Coach mit 25:20. "Dann ließ bei uns die Kondition nach, und wir haben zu viele einfache Fehler gemacht, die Langenfeld genutzt hat", meinte Co-Trainer Marcel Mutz, der in der kommenden Spielzeit das Sagen auf der Panther-Bank haben wird.

Langenfeld, das durch einen 31:26-Halbfinalsieg gegen die HG Remscheid ins Endspiel eingezogen war, schaffte noch den Ausgleich zum 25:25 und sorgte damit für das erste Siebenmeterwerfen beim "Final Four". Während bei den Langenfeldern nur Max Adams in Panther-Keeper Robin Eigenbrod seinen Meister fand, scheiterten mit Simon Wolter (an Tobias Geske), Justus Ueberholz und Philipp Schmitz (jeweils an Tobias Hanke) gleich drei Panther von der Linie. "Schade", meinte Mutz abschließend, der gerne den Pokal und die damit verbundene Prämie von 500 Euro in Empfang genommen hätte. Als Trost blieben ihm und seinem Team 300 Euro und die Teilnahme am Niederrheinpokal.

Darauf hofft auch noch die HG Remscheid. Da sich Langenfeld nach dem Sieg beim Deutschen Amateurpokal automatisch für die erste DHB-Hauptrunde qualifiziert hat, könnten die Remscheider nachrücken. Denn das Team um Spielertrainer Lukas Pütz schlug in einer vor allem in der zweiten Hälfte einseitigen Partie die HSG Radevormwald/Herbeck mit 40:20 und belegte den mit 200 Euro dotierten dritten Rang. Dabei leisteten die Bergstädter, die sich immerhin noch über 100 Euro freuen durften, nur im ersten Durchgang Gegenwehr. Dann spielte die HGR mit der HSG Katz' und Maus.

Bei der kritischen Bestandsaufnahme der finalen Handball-Tage in Neuenkamp waren die Organisatoren zufrieden mit den beeinflussbaren Parametern. Alleine der Zuschauerzuspruch war am ersten Tag nicht wie erhofft und blieb trotz großer Resonanz am Finaltag hinter dem der Premieren-Veranstaltung des Vorjahres in Langenfeld zurück. Das hatte für Mitorganisator Knut Kolk einleuchtende Gründe: "Damals hatte die SG Langenfeld als Gastgeber zwei Mannschaften - Damen und Herren - dabei. Außerdem war die Neugier auf die erste Veranstaltung dieser Art groß." Und so ganz nebenbei war 2015 auch das Wetter nicht so gut. Und ein DFB-Pokalfinale gab es am Abend auch nicht. Unglücklich war Kolk allerdings darüber, dass die Terminsuche für das Event ziemlich schwierig war: "Durch die Relegationsspiele und die geplanten Mannschaftstouren blieb uns kein Spielraum."

An welchen Termin das "Final Four" im kommenden Jahr stattfinden wird, ist noch nicht klar. Sicher ist allerdings, dass die Veranstaltung im "alten" Handballkreis Solingen über die Bühne gehen. "Entweder in Solingen selbst oder in Haan", meint Kolk, der zudem über eine Änderung im Modus nachdenkt: "Vielleicht werden wir beim nächsten Mal auf die Austragung der Spiele um Platz drei verzichten."

Quelle: RP
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