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Remscheid
Stufenplan zur Sicherung des Jahnplatzes

Remscheid. Verwaltung will einen Zaun um die Anlage bauen, damit der Sportplatz vor Unbefugten geschützt ist. Von Christian Peiseler

Mit einem Stufenplan soll die unerträgliche Situation am Jahnplatz in Lüttringhausen entschärft werden. Die Verwaltung schlägt vor, zunächst einen Bauzaun um das Gelände aufzustellen. Er soll verhindern, dass Unbefugte nach dem Ende des Spielbetriebs den Platz betreten. Diese erste Absicherung wird weiter von dem Sicherheitsdienst "Dobermann" begleitet, der das Gelände vor allem in der Nacht kontrolliert. Und das an sieben Tagen in der Woche. Als weiterer Schritt folgt die Errichtung eines stabilen Drahtzauns rund um das Gelände. Durch diese Umzäunung wird die Anlage auf Dauer abschließbar.

Die Stadt reagiert damit auf die anhaltenden Klagen der Familie Hülsenbeck. Die Anwohner in unmittelbarer Nähe des Jahnplatzes leiden seit Jahren darunter, dass immer wieder Fußbälle über den Zaun geschossen werden und auf ihrem Grundstück Schäden anrichten. Fußballer klettern über die abgeriegelten Mauern und treten unverschämt auf. Außerdem seien durch die Einschläge die Verkleidung an der Hauswand teilweise zerstört worden sowie das Schutzdach fürs Auto. Bettina Hülsenbeck hat kürzlich der Stadt ein Schreiben vorgelegt, in dem ein Gutachter Schäden in Höhe von 20.000 Euro festgestellt hat. Sie drohte per Anwalt, den Platz stilllegen zu lassen, wenn es keine zügige Lösung geben werde.

Nach Angaben von Sportamtsleiter Martin Sternkopf sei mit den Anwohnern inzwischen gesprochen worden. Das Gespräch sei einvernehmlich verlaufen, sagte Sternkopf.

Nach dem Bau des Drahtzauns will die Stadt die Situation am Jahnplatz zunächst beobachten und dann gemeinsam mit den Anwohnern beurteilen, ob die Maßnahmen eine deutliche Verbesserung bewirkt hätten oder nicht. Sollten aber weiterhin Bälle regelmäßig auf das Grundstück der Hülsenbecks donnern und Schaden verursachen, müsse auch das Fangnetz hinter dem Tor erneuert werden. Eine teure und komplizierte Angelegenheit. TBR-Chef Michael Zirngiebl hatte in der Bezirksvertretung Lüttringhausen vorgeschlagen, nur den Bereich hinter dem Tor neu abzuzäunen. Dann fiele zwar ein Stückchen von der Laufbahn weg, aber die Gesetze der Statik könnten auf diese Weise am besten eingehalten werden.

Seit Beginn der Woche haben die Hülsenbecks keine Einschüsse mehr auf ihr Grundstück zu befürchten. Die Mitarbeiter des Sportamtes haben ein Tor abgebaut. Hauptsächlich, um den Kunstrasenplatz besser pflegen zu können. Eine Aufgabe, die immer in den Sommerferien stattfindet, in denen es keinen Spielbetrieb gibt. Diesmal beginnen sie mit der Säuberungsaktion zwei Wochen früher.

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Quelle: RP
 
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