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Remscheid
Willkommenspakete für Flüchtlinge

Remscheid: Willkommenspakete für Flüchtlinge
Helfer des DRK sichten im Übergangswohnheim für Flüchtlinge in der Wülfingstraße zahlreiche Spenden. FOTO: Jürgen Moll
Remscheid. Das Deutsche Rote Kreuz hat Kartons mit Dingen des täglichen Bedarfs für ausländische Familien gepackt. Von Stefanie Bona

Nach dem Dialog "Flucht" wächst die Hilfsbereitschaft für die in Remscheid strandenden oder schon lebenden Asylbewerber. Aufgaben werden zunehmend strukturiert und auf viele Schultern verteilt. Am Karsamstag brachten sich Vertreter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ein und sortierten Sachspenden im Übergangswohnheim für Flüchtlinge in der Wülfingstraße 1.

Die Mitglieder des DRK-Ortsverbandes Lennep sichteten das im Keller gestapelte Material bestehend aus Porzellan, Schüsseln, Bettlaken, Regalen, Stühlen, Tischlampen und vielem mehr, um Kartons mit den Dingen des täglichen Bedarfs zu packen. Es wurden Pakete für zwei, vier und sechs Personen zusammengestellt. So sind die Spenden je nach Familiengröße genau zugeschnitten. "Wir möchten, dass die Menschen direkt das Notwendigste in den ihnen zugewiesenen Wohnungen vorfinden. Dabei geht es vor allem um die Erstausstattung für die Küche", erläuterte Daniela Krein, Geschäftsführerin des Vereins Begegnen Annehmen Fördern (BAF), dem vor Ort die Betreuung der Flüchtlinge obliegt.

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Somit könnten sich die Familien oder auch Einzelpersonen nach ihrer Ankunft in Remscheid erst einmal auf das für sie Wichtigste konzentrieren. Wenn man sich nach einigen Tagen oder Wochen eingefunden, die neuen Nachbarn und die Betreuer kennengelernt habe, ließen sich viele Dinge leichter regeln. Zwar erhalten die nach Remscheid kommenden Flüchtlinge Geld von der Stadt, um Lebensmittel einkaufen zu können und sich mit dem Nötigsten einzudecken. "Aber die Leute sind ja in einer für sie fremden Gesellschaft mit einer fremden Währung unterwegs. Auch das Angebot, das es bei uns gibt, ist den meisten so nicht bekannt. Daran muss man sich erstmal gewöhnen und lernen, sich zu orientieren", hat Daniela Krein erfahren.

Die Ehrenamtler des DRK sehen in dem Einsatz eine Aufgabe, die neben dem Sanitätsdienst zu den Grundsätzen des Rot-Kreuz-Wesens gehöre, erklärte der stellvertretende Bereitschaftsleiter Thomas Kuwan-Grah. Bereits engagiert in der Flüchtlingsarbeit ist die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde in der Schützenstraße. Seit einiger Zeit halten die Gemeindemitglieder Kontakt zum Heim Wülfingstraße. So war es auch Susanne Runkel und ihren Töchtern Deborah Runkel und Miriam Ottersbach ein Anliegen, bei der Sortieraktion mitzuhelfen.

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Demnächst wollen die katholischen Gemeinden in Remscheid das Sammeln von Sachspenden für die Flüchtlingsunterkünfte übernehmen. Dort soll dann auch das Vorsortieren und anschließende Packen der Kartons erfolgen, die dann wiederum in die Heime transportiert und von dort an die Bewohner weitergegeben werden. Auch die Flüchtlinge, die direkt ohne Zwischenaufenthalt in einer Sammelunterkunft in eine Wohnung ziehen müssen, werden von hier versorgt.

Quelle: RP
 
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