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Remscheid
Zug um Zug für den Bergischen Hammer

Remscheid. Schwarz-Weiß Remscheid holte 48 Schachspieler zu einem hochkarätig besetzen Turnier ans Brett. Von Cristina Segovia-Buendía

Der Bergische Hammer, Remscheids größtes Schnellschachturnier, wurde am Donnerstag zum 14. Mal ausgetragen. Rund 50 versierte Spieler aus der Region und Nachwuchs der beiden Remscheider Vereine traten beim Turnier an, das am Ende nur einer gewinnen konnte: Michael Buscher aus Aachen, ungeschlagen seit vier Jahren. Ein Remscheider hat dieses Turnier bislang noch nie gewonnen.

Hochkonzentriert, Zug um Zug, spielten sich am Feiertag 48 Schachspieler, darunter auch die beiden internationalen Meister, Lars Stark aus Düsseldorf und Michael Buscher aus Aachen, durch das mehrstündige Turnier. Im großen Saal des DRK-Hauses an der Alleestraße 122, Vereinslokal des Turnierausrichters, Schachverein "Schwarz-Weiß Remscheid", wurde an 24 Tischen gleichzeitig gespielt.

Es musste jeder gegen jeden antreten, so auch Senioren gegen Nachwuchs und vielversprechende Youngster. Einer von diesen Nachwuchs-Perlen aus Remscheid ist Alptug Tayyar: Der 17-Jährige spielte erstmals ganz vorne mit und gewann den Jugendpreis, knapp hinter den Solinger Jan Hombusch, der in der Gesamtwertung auf den vierten Platz kam. Auf die Podiumsplätze schafften es Michael Buscher (Aachen), Jens Kosin (Ronsdorf) und Lars Stark (Düsseldorf). Bester Remscheider wurde Rainer Emde, der sich in der letzten Partie mit dem Meister des Weltschachverbandes FIDE (Fédération Internationale des Échecs), Michael Buscher, duellieren musste.

Trotz des unübersehbaren Ehrgeizes hatten all jene, die bei dieser erstklassigen Konkurrenz keine Chancen hatten, das Turnier zu gewinnen, dennoch viel Spaß. Die elfjährige Daria Herbertz zum Beispiel, zusammen mit einer jungen Frau die einzig beiden weiblichen Vertreterinnen bei diesen Turnier, sah ihre Teilnahme sportlich: "Zwei Punkte habe ich schon erzielt, und einmal hätte ich sogar fast gegen einen Erwachsenen gewonnen", sagte sie munter. Seit ihrem sechsten Lebensjahr spielt die aufgeweckte Elfjährige Schach, in der Schul-AG und im Verein. Am Turnier hat sie auch schon öfter teilgenommen. Auch Caner Demir (11), spielt sogar schon seit seinem vierten Lebensjahr Schach. "Gegen die Erwachsenen hat man schon ein bisschen Respekt, aber man soll ja so spielen, wie man es kann." Jochen Keller, zweiter Vorsitzender des Vereins, freute sich über die rege Teilnahme, auch der Nachwuchsspieler. Für die Zukunft sei der Verein dank des Engagements ihres Jugendtrainers gut aufgestellt. Vielleicht gewinnt endlich mal ein Remscheider den Bergischen Hammer.

Quelle: RP
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