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Remscheid
Zum Neubau des Berufskollegs sind weiterhin viele Fragen offen

Remscheid. Papier der Verwaltung beantwortet Fragen, gibt der Politik aber wenig Informationen für eine Standortentscheidung. OB: Bericht im Dezember. Von Henning Röser

An welchem der drei zur Auswahl stehenden Standorte - Bahnhof, Alleestraße oder Neuenkamper Straße - wird der Neubau des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung am Ende tatsächlich gebaut? Bei dieser Entscheidung bringt auch der jetzt vorliegende, heiß erwartete Bericht der Stadtspitze die Politik nicht wirklich weiter. Auf mehr als zehn Seiten ist die Stadt in dem Papier darum bemüht, die vielen kritischen Fragen zu beantworten, die entstanden sind, weil sie sich in ihrer letzten Stellungnahme vor allem auf den neu hinzugekommenen Standort auf der unteren Alleestraße konzentrierte. Damit erweckte sie den Eindruck, die Würfel im größten Schulinvestitionsprojekt des Jahrzehnts seien schon gefallen.

Die wirklich spannende Vorlage soll nun erst in der zweiten Jahreshälfte kommen, hieß es gestern aus den Reihen der Politiker, die am Montagabend mit dem OB die Antworten der Verwaltung diskutierten. In diesem neuen Papier soll dann die schon lange geforderte, vergleichbare Gegenüberstellung der drei Standorte erfolgen. Schwerpunkte: Schulfachliche Eignung, Eigentumsverhältnisse, Kosten, Städtebau, Verkehrslage, Fördergelder und Parkplätze.

Dieses Papier soll dann auch den im Rat am vergangenen Donnerstag verabredeten Prüfbericht zu der Frage enthalten, ob in dem Neubau auch die Musik- und Kunstschule untergebracht werden kann - und was das zusätzlich kosten würde. Dieser Punkt soll allerdings nicht in gleicher Tiefe untersucht werden wie die anderen Fragen.

Die Politik gab sich gestern auf BM-Anfrage weitestgehend zufrieden mit diesem Vorgehen. Sorgfalt müsse vor Schnelligkeit gehen, hieß es aus CDU, SPD und von den Grünen. Dass der Bericht bereits für die Sondersitzung des Schulausschusses am 27. August vorliegt, glaubt kaum einer der Befragten. Ein konkreter Zeitplan wurde am Montag aber auch nicht verabredet. Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz sprach gestern im BM-Gespräch von Dezember. Man habe ausreichend Zeit für die Entscheidung, weil der Neubau erst für 2017 angepeilt sei.

Offen unzufrieden zeigte sich gestern nur die Linke. Einige ihrer kritischen Fragen, etwa zur Rolle des Architekten Lüttinger im Planungsprozess, habe die Stadt in ihrem Antwortkatalog ausgelassen, sagte Fraktionssprecher Fritz Beinersdorf. Es werde weiterhin von der Verwaltung nicht mit offenen Karten gespielt, sagte er der BM. Seine Fraktion erwartet den neuen Bericht der Stadtverwaltung noch in der Sommerpause.

Quelle: RP
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