| 18.31 Uhr

Straßenkarneval in Grevenbroich
Tausende Narren feiern in Hemmerden

Grevenbroich: So feierten die Jecken in Hemmerden 2016
Grevenbroich: So feierten die Jecken in Hemmerden 2016 FOTO: Berns, Lothar
Grevenbroich. Fast alle Besucher waren verkleidet. Der Umzug wurde zum Treffpunkt für junge Karnevalisten. Von Christian Kandzorra

Mächtig was los war gestern Nachmittag auch in Hemmerden. Unter dem Motto "Et tobt dat Veh em Ferkesstall, Hemmerden fiert Karneval" ließen es mehr als 6000 Jecken auf den Straßen ordentlich krachen – und verwandelten das Dorf beim Umzug in eine einzige Partymeile. Auffällig viele junge Karnevalisten mischten sich unter das Narrenvolk, fast alle kamen in bunten Kostümen zum Straßenkarneval. Eine der insgesamt 32 mitziehenden Gruppen verteilte sogar frisch gekochtes Sauerkraut an die Zuschauer am Straßenrand.

Das Organisations-Team vom Altstädter Jägerzug in Hemmerden zieht eine positive Bilanz. "Mit 32 Gruppen waren es zwar etwas weniger als im vergangenen Jahr, jedoch erhielten andere Gruppen diesmal einen stärkeren Zulauf. Aktiv mitgezogen sind etwa 500 Karnevalisten. Wir sind sehr zufrieden", erzählte Mitorganisator Alexander Mausberg gestern Nachmittag nach Ende des Zuges, der diesmal wieder besonders gut bei Jugendlichen ankam.

Karnevalszug in Hemmerden

Ein Großteil der Zuschauer war jünger als 25 Jahre, viele von ihnen kamen aus umliegenden Dörfern und Grevenbroicher Stadtteilen nach Hemmerden, um das Finale der Session einzuleiten. "Der Umzug in Hemmerden ist ein Muss. Hier kommen alle Jecken zusammen und jeder ist verkleidet", sagte Viola Petermann (20) aus Gierath, die sich mit ihren Freunden schon drei Stunden vor Beginn des Umzuges die besten Plätze am Kirchplatz gesichert hatte. "Der Karnevalsumzug ist jedes Jahr auch ein Treffpunkt. Hier kommen die Leute zusammen, die man sonst das ganze Jahr über nicht sieht." Doch nicht nur die Zuschauer am Straßenrand kamen bunt kostümiert – auch die Jecken, die aktiv am Umzug beteiligt waren, haben sich mächtig in Schale geworfen und begeisterten die feiernde Menge beim Marsch durchs Dorf.

Ganz vorne zog die "Superhelden-Liga" mit dem ersten von insgesamt sieben Großwagen, dicht gefolgt von "Bankräubern", die es neben großen Mengen Bonbons, Popcorn und Co. auch Spielgeld regnen ließen. Mit von der Partie war vorne ein überdimensionales "Mensch-ärgere-dich-nicht"-Spiel, die als Hippies verkleideten Mitglieder der Landjugend Odenkirchen sowie das Bedburdycker Fanfarencorps mit einigen "Piraten", die "mit voller Kraft voraus" für die passende Musik sorgten. Ein Höhepunkt: die "neue Kappestruppe Hemmerden", die mit ihrer rollenden Kappes-Küche frisch gekochtes Sauerkraut an die Narren verteilte. Zum Schluss gab's dann noch ganz standesgemäß einen kleinen Absacker "to go". Übertrieben haben es die Narren aber mit dem Alkoholkonsum nicht. "Die Stimmung war sehr friedlich, die Zuschauer und Zugteilnehmer feierten ausgelassen", berichtete Mitorganisator Alexander Mausberg.

Grevenbroich: So feierten die Jecken in Orken FOTO: Berns, Lothar

Für Sicherheit und Ordnung beim närrischen Treiben sorgten außerdem Kräfte der Polizei und des städtischen Ordnungsamtes, die es allerdings deutlich stärker mit falsch abgestellten Fahrzeugen zu tun hatten, die teilweise den Zugweg blockierten. Später feierten rund 1200 Karnevalisten im Hemmerdener Festzelt.

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