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Alpen
Ausbildungsrekord bei Lemken

Alpen: Ausbildungsrekord bei Lemken
Die neue Auszubildende und die Absolventen in der neuen Ausbildungswerkstatt. Links Ausbilder Wilhelm Schmitz, Nicola und Viktor Lemken sowie Ausbilder Caner Bilir. FOTO: Armin Fischer
Alpen. Der Alpener Landmaschinenhersteller gibt 22 Auszubildenden eine Chance. Das sind fünf mehr als im vergangenen Jahr. Von Erwin Kohl

Beim Landmaschinenhersteller Lemken begann mit der Ausbildung zum Mechatroniker, Zerspanungsmechaniker oder Industriekaufmann für 22 Jugendliche ein neuer Lebensabschnitt. Das sind noch einmal fünf mehr als im vergangenen Jahr. Um den lange gehegten Wunsch nach mehr Ausbildungsplätzen zu realisieren, hat das Werk 300.000 Euro investiert und in einer angemieteten Halle im gegenüberliegenden Gewerbegebiet eine komplette Ausbildungswerkstatt mit modernen Arbeitsplätzen eingerichtet. "Fachkräfte sind zunehmend schwerer zu bekommen. Wir sind daher um eine qualitativ gute Ausbildung sehr bemüht, das hat bei Lemken Tradition", erklärt Dipl.-Ing. Lars Heier. Mit derzeit 61 Auszubildenden beträgt ihr Anteil sechs Prozent an der Gesamtbelegschaft. Und: Bis zum 30. September läuft bereits die Bewerbungsfrist für das kommende Lehrjahr.

Unter der gleichbleibend hohen Zahl an Bewerbern befinden sich traditionell Schüler der Alpener Sekundar- und Hauptschule, mit denen die Firma Lemken enge Kontakte pflegt. Der Notendurchschnitt ist übrigens nicht das entscheidende Kriterium, um eine der begehrten Ausbildungsstellen zu bekommen. "Eine schlechte Note in Geschichte ist sicherlich kein Hinderungsgrund. Wir achten auf das Gesamtbild. Ein Praktikum in der Firma kann sich da zum Beispiel sehr positiv auswirken", sagt Ausbildungsleiterin Agata Kotula.

Über ein solches Praktikum ist auch der Alpener Hauptschüler Marvin Zurek auf den Geschmack gekommen: "Das hat mir so gut gefallen, dass ich hier unbedingt eine Ausbildung beginnen wollte." Für Marvin ist die Chance groß, sein berufliches Leben bei Lemken zu verbringen, denn rund ein Viertel aller Beschäftigten im Betrieb sind nach der Ausbildung geblieben. Diese Zufriedenheit spricht sich herum. "Meine halbe Familie ist hier beschäftigt. Die schwärmen immer so von ihrer Arbeit, dass ich auch dorthin wollte", erzählt der angehende Zerspanungsmechaniker Marius Peter. Weitere Eindrücke vermitteln den "Neuen" die Auszubildenden aus dem zweiten Lehrjahr, die ihnen als Paten beiseite stehen.

Neben der Begrüßung der Neuankömmlinge wurden 19 Absolventen für ihre gelungene Ausbildung geehrt. Auch hier gilt wieder: Die meisten bleiben dem Betrieb erhalten. "Ein Übernahmeangebot haben wir allen gemacht. Einige wollen aber zunächst ein Studium beginnen", sagt Agata Kotula. In Form eines Quizspiels gaben die frisch ernannten Gesellen und Gesellinnen den neuen Auszubildenden wertvolle Tipps an die Hand.

In einer eigenen Feierstunde zum Ausbildungsende betonte Viktor Lemken im Beisein der Eltern der frisch gebackenen Gesellen den hohen Stellenwert der Ausbildung im eigenen Hause: "Sie ist nicht nur ein gutes Fundament für die berufliche Zukunft der jungen Menschen, sondern sichert darüber hinaus dem Betrieb den notwendigen qualifizierten Nachwuchs", sagte der Seniorchef.

Quelle: RP
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