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Alpen
Flüchtlinge: Alpen will nächsten Schritt gehen

Alpen. Verwaltung erhält vom Rat viel Lob für ihr Integrationskonzept, um an den Fördertopf zu kommen. Von Bernfried Paus

Die Gemeinde Alpen ist entschlossen, in der Flüchtlingsbetreuung den nächsten Schritt zu gehen, und setzt dabei auf die finanzielle Hilfe des Landes. Dabei geht es um kreative Lösungen, das drängende Unterbringungsproblem zu lösen und gleichzeitig einen professionellen Rahmen zu schaffen, die Menschen, die von weit her in Alpen angekommen sind, gezielt einzubinden ins Dorf, sie aktiv zu beteiligen am sozialen Leben. Walter Adams, Fachbereichsleiter Bauen und Planung, und Planerin Anne Casprig haben im Rat durchweg viel Lob erhalten für ihr ambitioniertes Konzept, das sie gestern Abend erstmals öffentlich vorgestellt haben.

Das hatten beide seit dem Jahreswechsel in "Wochenend- und Nachtschichten" gestrickt, um an den mit 76 Millionen Euro befeuerten Topf zu gelangen, mit dem das Land die Integration von Flüchtlingen in den Kommunen in den kommenden drei Jahren fördern will. Wenn der Kraftakt Erfolg hat und das Konzept, das fristgerecht fertig wurde, überzeugt, werden die Ausgaben zur Umsetzung mindestens zur Hälfte vom Land übernommen.

Bauliche Kernpunkte sind ein herkömmlich gemauertes Haus zur Unterbringung von rund 50 Personen an der Ulrichstraße. Das ist zwar baugleich mit dem Haus, das an der verlängerten van-Dornick-Straße in Kürze entsteht. Doch es soll räumlich und personell ein Plus bekommen als "zentrales Begegnungszentrum". Hier soll ein professionell besetztes "Betreuungsmanagement" seinen Sitz haben, das die vielen, oft über die eigenen Kräfte geforderten ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer unterstützen soll.

Außerdem soll es hier Begegnungsmöglichkeiten geben zwischen einheimischer und zugewanderter Bevölkerung. Einen solchen integrativen Ansatz soll auch die "Wochenendhaussiedlung" mit elf Blockhäusern verfolgen, die an der Lindenallee entstehen sollen (RP berichtete). Sieben Häuser sollen je zwei Kleinfamilien aufnehmen, drei für gemeinschaftliche und integrative Angebote da sein. Eine Idee: Die künftigen Bewohner könnten beim Bau der Häuser mit anpacken.

Kümmern um diese Anlage soll sich auch das Betreuungsmanagement. Der Rat ist überzeugt. Jetzt hängt's beim Land. Sicher, so Bürgermeister Thomas Ahls, sei die Zusage "großer ansässiger Firmen", die Gemeinde zu unterstützen bei der "Herkules-Aufgabe" (Jörg Banemann, SPD) Integration.

Quelle: RP
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