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Rheinberg
Grüne als fleißige Wahlkämpfer beim Imker auf der Streuobstwiese

Rheinberg. Einerseits übernehmen viele Rheinberger Patenschaften für Bienenvölker, auf der anderen Seite schwinden die Lebensgrundlagen des Honigproduzenten.

Die wahlkämpfenden Grünen haben sich mit Ulrike Reimann und Peter Schöttler, Imker aus Orsoy getroffen, um sich zusammen mit Vertretern der Nabu-Ortsgruppe an der Streuobstwiese an der Bendstege in Orsoy über einen besseren Schutz der Bienen zu informieren. Dabei zeigte sich Imker Peter Schöttler hocherfreut über die wachsende Sensibilität der Rheinberger Bürger für das kleine Insekt: "Immer mehr Menschen stellen privat ihre blühenden Gärten den Bienenvölkern der Imker zur Verfügung."

Spendabel zeigten sich dabei nicht nur die Rheinberger Grünen, auch immer mehr Privatpersonen beteiligen sich daran, die bedrohten Völker aufzustocken. Eine besonders einfache Art und Weise der Unterstützung der Bienen ist die Übernahme einer Bienenpatenschaft, die beide Imker anbieten (wir berichteten ausführlich).

Das notwendige Engagement der Bürgerinnen und Bürger könne aber nicht darüber hinwegtäuschen, so die bittere Erkenntnis, dass das Sterben der Bienen weitergehe, weil der Mensch ihnen an anderer Stelle die Lebensgrundlage entziehe: Verlust von Ackerflächen durch Kiesabbau, Versiegelung und Beseitigung der Feldränder würden das wichtige Insekt bedrohen, weil es bei intensivierter Landwirtschaft auf knapper Fläche nichts mehr zu blühen und bestäuben gebe. Die Völker könnten aber nur überleben, wenn die ganze Zeit über etwas blühe.

Deshalb fordert Lukas Aster, Landtagskandidat der Grünen: "Die Feldränder müssen bleiben, Artenvielfalt in der Flora muss erhalten und der Kiesabbau gestoppt werden. Das ist eine wichtige Aufgabe der politischen Landschaftsplanung." Schöttler fügte hinzu: "Sterben die Bienen aus, leben wir bald nur noch von Tütensuppen ohne Obst, ohne Gemüse, ohne Frischkost. Gesunde Ernährung ist dann nicht mehr möglich."

Quelle: RP
 
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