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Rheinberg
Mit Reisesegen in den Urlaub

Rheinberg: Mit Reisesegen in den Urlaub
Es darf auch gelacht werden: Pfarrer Udo Otten und Vikar Michael Hammes planen einen besonderen Sommerferien-Gottesdienst. FOTO: Armin Fischer
Rheinberg. Mit den Sommerferien sind sie da: die schönsten Wochen des Jahres. Bei den allermeisten ist die Vorfreude groß. Auf die Urlaubsreise zum Beispiel. Wer reist, macht neue Erfahrungen. Von Nicole Maibusch

Und auch wer daheim bleibt, wird Neues entdecken können. So oder so - es ist eine Zeit, in der man sich Kraft und Ruhe wünscht. Das gibt morgen 11 Uhr, der Familiengottesdienst in der evangelischen Kirche in Rheinberg allen Besuchern mit auf den Weg.

Und noch ein bisschen mehr: Jeder geht mit einem persönlichen (Reise-)Segen gestärkt in die Urlaubswochen. "Es ist ein bisschen so, wie man es von der Konfirmation her kennt", erläutert Pfarrer Udo Otten den Ablauf. Die Familien kommen nach vorne, erhalten den Segen und zudem eine kleine "Postkarte" mit einem Segensspruch. "Vielleicht begleitet diese Karte die Menschen dann mit in ihre Ferienzeit - hinter der Windschutzscheibe, im Koffer oder am Kühlschrank", so Otten. Ein Blick darauf signalisiere: Ich bin nicht allein.

2012 feierte die Evangelische Kirchengemeinde erstmals vor den Sommerferien diesen ganz speziellen Familiengottesdienst mit Reise- segen. Der ist kurzweilig gestaltet und gibt den Anstoß, das Leben einmal mit anderen Augen und aus neuer Perspektive zu betrachten. Ob Zuhause oder auf Reisen, auf jeden Fall aber in der Gewissheit, dass Gott es gut meint.

"Auch wenn Reisen nicht immer nur erfreulich ist, wollen wir doch, dass alle positiv in die kommenden Wochen starten", so Otten. Deshalb gehe es am Sonntag im Familiengottesdienst sicher auch fröhlich zu, es werde viel gelacht.

Das kommt an bei den Gemeindegliedern. Dass es die Menschen berührt, merkt Pfarrer Otten nicht nur beim Segen im Gottesdienst, sondern auch an der ganz praktischen Rückmeldung aus dem "Urlaubsalltag". Vor ein paar Jahren habe er eine Karte von einem Gemeindeglied erhalten, das sich mit dem Segensspruch im Koffer auf Reisen begeben hatte. "Als der Mann ausgerechnet während dieser Wochen erkrankte und ins Krankenhaus musste, hat der Segensspruch ihm Halt gegeben", erzählt Otten. Er ist der Überzeugung, dass der persönliche Segen, so wie er in der evangelischen Kirche Rheinberg sonst nur in den Gottesdiensten am zweiten Oster- und Weihnachtstag ausgesprochen wird, die Menschen stärkt.

Quelle: RP
 
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