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Rheinberg
Nächste Info-Runde über die Pläne für neue Zeelink-Gasleitung

Rheinberg. Eine Erdgasfernleitung von der belgischen Grenze bis ins Münsterland zu legen, ist kein Pappenstiel. Rund 600 Millionen Euro kostet das Vorhaben. Gut 220 Kilometer wird sich der Strang durch die Landschaft ziehen. Betroffen sind rund 1500 Grundeigentümer. Die meisten davon Bauern. Deren Dachverbände haben mit den Verantwortlichen eine Rahmenvereinbarung vorgestellt, mit der bereits vor Abschluss des Raumordnungsverfahrens wesentliche Punkte geregelt werden: die Bauweise und die Entschädigung.

Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass es sich dabei ausschließlich um ein Angebot der Zeelink gegenüber betroffenen Eigentümern handelt. Die Regelungen enthalten jedoch keine Vorgaben zum Trassenverlauf, geschweige denn eine Zustimmung der Landwirtschaft zu bestimmten Trassenvarianten. Vielmehr sind Trassenverlauf und Prüfung von Alternativvarianten Gegenstand des laufenden Planfeststellungsverfahrens. In dessen Rahmen unterstützt die Kreisbauernschaft Wese Eigentümer und Bewirtschafter bei der Suche nach der Trassenvariante, die für Landwirte die geringsten Probleme bereitet.

Bernhard Conzen und Johannes Röring, die Präsidenten des Rheinischen und des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes, sowie Dr. Thomas Hüwener vom Netzbetreiber Open Grid Europe (Essen) und Zeelink-Projektleiter Franz-Josef Kißing zeigten sich froh über das Verhandlungsergebnis. Mit dabei war auch Friedhelm Decker (Stiftung Rheinische Kulturlandschaft.

Boden ist für Landwirte ein schutzwürdiger Produktionsfaktor. Mit "vernünftigen Baustraßen" soll der Druck aufs Erdreich gering gehalten werde. Zum Einsatz kämen Baggermatratzen. Ferner sollen Mutter- und Unterboden nach dem Aushub getrennt gelagert und mit Begrünung gegen Erosion geschützt werden. Regelmäßige Trassenbegehungen seien ebenso abgestimmt wie ein Notfalltelefon.

Die Landwirtschaftsverterter betonten, wie wertvoll die Flächen sind. Täglich gingen gut 17 Hektar verloren. Der Ausgleich für Eingriffe koste weitere Flächen, weil die dann nicht mehr für die Landwirtschaft zur Verfügung stünden.

Auf "Dialogmärkten" hatte die Zeelink-Projektgesellschaft schon im vorigen Jahr Betroffene an den möglichen Trassen informiert. Nun gibt es ab morgen eine zweite Info-Runde mit Veranstaltungen unter anderem in Hamminkeln, Hünxe, Willich, Kempen, Erkelenz, Linnich, Aachen, Würselen und Baesweiler. In Rheinberg ist die Info-Veranstaltung für die Stadt und ihre Nachbarn am Donnerstag, 9. März, 19 bis 21 Uhr, in der Stadthalle.

(fws)
 
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