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Rheinberg
Rheinberger machen Schluss mit dem Müll

Rheinberg. Im Stadtpark sorgte das Stadtmarketing für Sauberkeit, der Betriebshof der DLB nahm Bürgern alte Geräte ab. Von Erwin Kohl

Die Mitglieder des Stadtmarketings haben am Samstag im Stadtpark alles eingesammelt, was dort nicht hingehört. Alte Regen- und Sonnenschirme in den Büschen des hinteren Bereichs deuten zwar darauf hin, dass Rheinbergs grüne Lunge bei jedem Wetter besucht wird, zeugen aber auch von verantwortungslosen Besuchern.

Neben einem Damenrad mit Plattfuß standen am Ende fünf prall gefüllte Müllsäcke zur Abholung bereit. Eine Ausbeute, mit der Edeltraud Hackstein durchaus zufrieden war: "Wir haben mit viel mehr gerechnet, waren positiv überrascht. Was uns jedoch enttäuscht hat, waren die Glasscherben im Bereich des Spielplatzes, hier möchten wir eindringlich an die Vernunft der Bürger appellieren, die Abfalleimer zu nutzen." Diese würden von den Mitarbeitern des Dienstleistungsbetriebes der Stadt Rheinberg (DLB) regelmäßig geleert.

Auf dem dortigen Betriebshof an der Bahnhofstraße stieß das Angebot, an diesem Tag vom alten Handy- Akku bis zur Gartengarnitur alles anzunehmen auf große Resonanz. Bei Klaus Braciak in der Einfahrt bildeten sich immer wieder Fahrzeugschlangen. Der DLB-Mitarbeiter erklärte den Ankömmlingen, wo der verblasste Gartenzwerg, die defekte Mikrowelle oder ausrangierte Möbel hinkommen. "Neben Farben und Lacke ist vor allem Elektroschrott dominierend", so Braciak. Die Geräte gehen immer früher kaputt oder werden schlicht von Zahn der Zeit gefressen, wie der alte Nadeldrucker von Josef Braems. "Das war mal ein Profigerät, das ich für 1 000 DM gebraucht gekauft habe. Er würde mir immer noch reichen, aber die neuen Betriebssysteme nehmen ihn nicht mehr", erklärt der Rheinberger. Für viele verwunderlich ist die Trennung von Wandfarben und Lacken. "Wandfarben bringen wir zu einer Müllverbrennungsanlage in Mülheim, die haben dafür spezielle Filter", erläutert Frank Horstmann. Lacke hingegen sind längst wieder verwertbar, weiß Dagmar Noll-Dittrich: "Die darin enthaltenen Lösungsmittel werden von der Industrie weiter verwendet. Überhaupt werden mittlerweile viele Chemikalien recycelt."

Über die Theke der DLB-Mitarbeiterin wandern jede Menge Batterien, Spraydosen und sogar Medikamente. Was fehlt, sind die schweren Autobatterien. "Die Pfandregelung hat dafür gesorgt, dass der Kunde seine alte Batterie direkt beim Händler lässt", sagt sie.

Quelle: RP
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