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Rheinberg
Rheinbergs 30.000. Bürger hat sein Abi

Rheinberg: Rheinbergs 30.000. Bürger hat sein Abi
Manuel Plettau FOTO: Plettau
Rheinberg. Manuel Plettau wurde 1997 vom damaligen Bürgermeister Klaus Bechstein ausgezeichnet. Als der Junge in der ersten Klasse der St.-Peter-Grundschule war, zog die Familie von Rheinberg nach Bendorf bei Koblenz. Von Nicole Maibusch

Manuel Plettau selbst kann sich an den Wirbel um seine Person nicht erinnern. Was in der Natur der Sache liegt: Er hatte gerade das Licht der Welt erblickt, als die Stadt Rheinberg ihn 1997 als 30.000 Bürger der Stadt offiziell begrüßte. "Mitarbeiter des Einwohnermeldeamtes haben uns darauf aufmerksam gemacht", erinnert sich Klaus Bechstein, damals erster hauptamtlicher Bürgermeister. Die "runde Einwohnerzahl" habe man zum Anlass genommen, den neuen Rheinberger besonders zu würdigen. Verwaltungstechnisch sei das Erreichen dieser Schallmauer für die Stadt aber nicht relevant gewesen, so Bechstein.

Der kleine Manuel mit seiner Mutter Cornelia. Rechts ist der inzwischen 19-jährige Manuel Plettau mit seinem Abiturzeugnis zu sehen. FOTO: Archiv Armin Fischer/privat

Das Glas mit Pfennigmünzen, das Manuels Eltern, Cornelia und Rüdiger Plettau, als Geschenk überreicht wurde, stehe nach wie vor auf einem Schrank im Haus im heimischen Bendorf bei Koblenz, betont Manuel nicht ohne Stolz. Überhaupt: Die Geschichte gibt er bisweilen zum Besten, will sie später auch seinen eigenen Kindern erzählen. "Ich habe ja einen handfesten Beweis", schmunzelt der 19-Jährige, der in diesem Jahr sein Abitur bestanden hat. Im nächsten Jahr möchte er ein Studium im Bereich Projektmanagement beginnen. Zeit, neben der Zukunftsplanung einen Blick zurückzuwerfen.

"Viele Erinnerungen an Rheinberg habe ich nicht mehr", gibt Manuel ehrlich zu. Rund sechs Jahre hat er hier verbracht, ein halbes Jahr nach der Einschulung in die St.-Peter-Grundschule 2003 zog er mit seiner Familie nach Bendorf. Die bis dahin geknüpften Kontakte seien abgebrochen, so Manuel Plettau, der seit seinem Wegzug nicht mehr in Rheinberg gewesen ist. "Eigentlich sehr schade", findet der junge Mann. Dennoch ist er sich sicher: "Würde ich durch die Straßen fahren, würde ich vieles wiedererkennen." Zum Beispiel das alte Haus an der Allensteiner Straße. Oder den Kindergarten St. Peter, an den er eine besonders lebhafte Erinnerung hat. "An meinem allerersten Tag bin ich einfach abgehauen und nach Hause gelaufen", erzählt Manuel Plettau und lacht über seinen Alleingang. Rheinberg ist für ihn vor allem Ort der Kindheit, wo es an der Grundschule während der Pause Schokodrinks gab und er auf dem Spielplatz hinter dem Elternhaus getobt hat. Vielleicht biete sich ja jetzt die Gelegenheit, noch mal an diesen Ort zurückzukehren, so Manuel Plettau.

Quelle: RP
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