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Rheinberg
Solar-Genossenschaft erzeugt weniger Strom

Rheinberg. Das "verflixte siebte Jahr" gibt es auch in der Wirtschaft. Das erlebten jetzt die Mitglieder der Genossenschaft Bürger-Solar Rheinberg: Bei ihrer siebten Generalversammlung, zu der Aufsichtsratsmitglied Dieter Paus begrüßte, mussten die Genossen einen Rückgang bei der umweltfreundlichen Stromerzeugung ihrer Gemeinschaft verdauen. Im Geschäftsjahr 2016 war die Produktion der Paneele, die auf den Dächern des Rheinberger Schulzentrums und des benachbarten Amplonius-Gymnasiums montiert sind, gegenüber dem Vorjahr geradezu eingebrochen. Für 2015, als Bürger-Solar Rheinberg den bisherigen Rekordertrag seit Aufnahme des Betriebs in 2011 einfuhr, hatten noch 92.419 Kilowattstunden in der Bilanz gestanden. Diesmal kamen nur 74.765 Kilowattstunden zusammen.

Heinz Hendricks, der mit Ulrich Hecker und Jens Harnack das Vorstands-Trio bei Bürger-Solar Rheinberg bildet, berichtete über den Jahresverlauf: Ausgerechnet zur besten Solarstrom-Produktionszeit im Mai und Juni 2016 sei ein Wechselrichter in der Anlage auf dem Schulzentrum ausgefallen; nach der Reparatur habe ein technisches Problem auch die Module auf dem Dach des Gymnasiums erwischt und für Ausfälle gesorgt. Unter dem Strich blieb ein Ertrag übrig, der eine Dividende von 2,5 Prozent zulässt (Vorjahr: 3,5 Prozent). Aber es gab einen Hoffnungsschimmer: "Aktuell laufen beide Anlagen gut durch", so Heinz Hendricks. Zurzeit seien bereits 8000 Kilowattstunden mehr erzeugt worden als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres.

Es sei es Gründung der Solar-Genossenschaft nicht primär um einen hohen finanziellen Ertrag gegangen, sagte Guido Lohmann, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Niederrhein. "Die Gemeinschaft verfolgt ganz klar auch einen ideellen Zweck."

(kau-)
 
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