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Alpen
Transatlantischer Dialog auf dem Schanzenhof

Alpen: Transatlantischer Dialog auf dem Schanzenhof
Eine 16-köpfige Besuchergruppe aus den USA war auf dem Demeterhof von Ruth Laakmann (2.v.r.) und Ludger Schreiber zu Gast. Für enormen Gesprächsstoff sorgte die eindrucksvolle Produktpalette vom Schanzenhof. FOTO: Fischer Armin
Alpen. Gäste aus Amerika führten Ruth Laakmann und Ludger Schreiber über ihren Demeterbetrieb in Veen. Die Delegation war begeistert. Von Sabine Hannemann

Vom Stall aufs Feld und zurück auf den Hof und in den Kälberstall führte Landwirtin Ruth Laakmann ihren Besuch aus Amerika. Als Begegnungsprogramm für amerikanische und deutsche Landwirte ist das Projekt "Transatlantischer Dialog" konzipiert. "Uns geht es um den Kontakt und den Austausch", sagte dazu Max Neugebauer, von den Deutsch-Amerikanischen Handelskammern. Er begleitete die Besucher bei ihrem Aufenthalt.

Die Gäste gehören zu amerikanischen Verbänden wie "Organic Trade Association" (OTA), der zum führenden Verband in der US-Öko-Branche Amerikas gehört. Der Verband ist beispielsweise federführend, wenn es um den Handel mit Bioprodukten zwischen USA und Europa geht. Rund 8500 Mitgliedsunternehmen sind angeschlossen. Organic Valley (OV) ist eine 1988 gegründete Genossenschaft mit heute über 1800 zertifizierten Biobetrieben und zählt als eine der größten Farmergenossenschaften für Bioprodukte weltweit. Über die Landwirtschaftskammer NRW kam der Kontakt zustande, den Fachbereichsleiter Karl Kempkens soweit managte. Gefördert wird der transatlantische Dialog unter anderem auch über Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Zu den Stationen gehörten verschiedene Bio-Betriebe in Bonn, Willich wie auch im Münsterland. Am heutigen Samstag geht es für die 16-köpfige Besuchergruppe nach einem strammen Deutschlandprogramm mit dem Flieger zurück in die Heimat. "Das Programm ist bis 2017 ausgerichtet und befasst sich mit ganz verschiedenen Themen aus der Landwirtschaft", sagt Neugebauer. So ging es im ersten Programmjahr um Bodenqualitäten und den Stickstoffgehalt. Im letzten Jahr stand das Thema Milchwirtschaft auf dem Plan. "In diesem Jahr konzentrieren wir uns auf die Entwicklung im ökologischen Landbau und die Verarbeitung der Produkte", ergänzt Kollegin Corinna Jess. Regionalität und Bio-Ware setzt wie in Deutschland auf dem amerikanischen Markt Meilensteine. In Amerika mit rund 230 Millionen Einwohnern gibt es entsprechend große Angebote an Bio-Ware. Für enormen Gesprächsstoff sorgte daher die Produktpalette vom Schanzenhof, der sich nach Demeter-Richtlinien auf den biologisch-dynamischen Anbau konzentriert. Mit zu den Vorzeigeprodukten neben Zuckerrübenkraut und Kartoffeln gehört kurz vor der Ernte das traditionelle Wintergemüse, die Rote Bete. Gerade mit der Weiterverarbeitung der Rüben haben Ruth Laakmann und Ludger Schreiber in Kooperation mit einer innovativen Fachfrau in Sachen Feinkost, Marlies Franke-Fokken, für Aufmerksamkeit gesorgt. Der auf dem Schanzenhof produzierte "Rote Bete Ketchup" wurde als Demeter-Produkt des Jahres im Februar gekürt und wird bundesweit vertrieben. Über Anbau, Ernte und Verarbeitung berichtete Ruth Laakmann. "Ich freue mich auf den Austausch", hatte sie zuvor erklärt. Und die Gäste? "Wir erfahren so unglaublich viel. Das neue Wissen beflügelt uns. Für mich grenzt es beinahe an ein Wunder, dass wir in Amerika die gleichen Interessen und Sorgen haben wie die deutschen Landwirte", sagt Monique Marez (OTA). "Dieser Besuch übersteigt meine Erwartungen." Vom Schanzenhof zeigte sie sich begeistert.

Quelle: RP
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