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Alpen
Zu viele i-Dötzchen für die Grundschule in Menzelen

Alpen. Die 35 Eltern, die ihre Kinder für den Sommer zur Einschulung an der Wilhelm-Koppers-Grundschule in Menzelen-Ost angemeldet haben, haben dem Fachbereich Schule im Rathaus eine delikate, nicht ganz einfach zu lösende Aufgabe aufgegeben. 35 Kinder würden zwei Eingangsklassen bedeuten. Aber diese Rechnung geht nicht auf. Von Bernfried Paus

Aus zwei Gründen: Zwei Klassen würden die Schule, die mit Beginn der Sommerferien nur eine Klasse vier entlässt, räumlich überfordern. Davon hat sich der Ausschuss für Schule gestern vor der Sitzung vor Ort ein genaues Bild gemacht. Und im Gegenzug hat die Grundschule Zum Wald in Alpen mit 30 gemeldeten i-Dötzen das Zwei-Klassen-Ziel verfehlt. Das bedeutet in der Summe: Knapp ein Dutzend Kinder, die in Menzelen angemeldet sind, müssen nach Alpen wechseln. Gelingt das, könnten in Alpen zwei Klassen mit jeweils um die 20 Kinder gebildet werden, und Menzelen hätte nur eine Eingangsklasse, die pädagogisch vertretbar groß und für die ausreichend Platz wäre.

Diese "überortsteilige" Lösung gibt der gesetzliche Rahmen gar vor, wie Schulrätin Anna-Maria Eicker in der Sitzung erläuterte. Ihre Rechnung ging so: 91 ABC-Schützlinge in der Gemeinde bedeuten vier Klassen - eine in Veen (26 Anmeldungen), eine in Menzelen und zwei in Alpen. Das sichere annähernd gleiche Bedingungen was die Klassenstärke angeht. "Das gelingt nicht überall", so Eicker.

Bürgermeister Thomas Ahls war bemüht, das bei Eltern emotional besetzte Thema möglichst sachlich abzuhandeln. Betroffen seien Kinder im sich überlagernden Grenzbereich beider Ortsteile. Schüler aus Menzelen-West und Bönning-Rill müssten sowieso mit dem Bus fahren - entweder nach Ost oder eben nach Alpen. Er sieht gute Argumente, die Eltern überzeugen können, um zu "einvernehmlichen Lösungen zu kommen".

Die Politik äußerte nur die Bitte, mit der gebotenen Sensibilität in die Gespräche zu gehen.

Quelle: RP
 
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