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Rommerskirchen
Das war das Jahr 2015 in Rommerskirchen

Rommerskirchen. Es gab gute Nachrichten: die Eröffnung des neuen Bahnhofs, die Aussicht auf schnelleres Internet und einen eigenen Rettungswagen, ein fast ausgeglichener Haushalt, ein nahezu ausgebuchtes neues Gewerbegebiet und eine neue Kita. Von Carina Wernig

In der Gemeinde Rommerskirchen gab es in diesem Jahr einige besondere Nachrichten wie die Fertigstellung des Bahnhofs, die Aussicht auf einen eigenen Rettungswagen und die angekündigte weitere Gillbach-Renaturierung durch den Erftverband.

Neuer Bahnhof Am 19. November konnte der Eckumer Bahnhof nach knapp anderthalbjähriger Bauzeit offiziell durch Bürgermeister Martin Mertens und Kai Rossmann, den Leiter des Bahnhofsmanagements Köln, eröffnet werden. Das seit 2001 vorbereitete Großprojekt, das 2011 nach dem Kauf des Grundstücks durch die Gemeinde an Fahrt aufnahm, hatte zuvor auf der Zielgeraden unter einem Streit um die rechtmäßige Ausführung der Treppenanlage gelitten. Der 3,1 Millionen Euro teure Umbau wurde mit 2,3 Millionen Euro bezuschusst. Die Bahn wird 2016 einen Aufzug bauen.

Schnelles Internet Deutlich schneller als gedacht soll nun das schnelle Internet kommen. Die Deutsche Glasfaser will rund 5000 Haushalte in Rommerskirchen mit modernster Breitbandtechnologie (garantiert 100 Mbit) versorgen und investiert dazu 8,4 Millionen Euro. Für Bürgermeister Martin Mertens ist das Vorhaben "für die Gemeinde mindestens ebenso wichtig wie der neue Bahnhof". 40 Prozent der Haushalte in den jeweiligen Ausbaugebieten müssen vorab ihr Interesse bekunden. Nach den Ortschaften von Ramrath bis Evinghoven könnten dann schon 2016 Nettesheim und Butzheim folgen.

Gewerbegebiete Beliebt ist die Gemeinde Rommerskirchen auch bei Gewerbetreibenden: Die Flächen im neuen Gewerbepark "Gillbach V" sind fast komplett vergeben. Seit die Archäologen im November 2014 ihre Untersuchungen beendet haben, kann die 45.000 Quadratmeter große Fläche im Gewerbepark V vermarktet werden. Wirtschaftsförderin Bele Hoppe konnte bereits im März die ersten beiden bereits abgewickelten Verkäufe vermelden. Weitere Zusagen folgten. Auch die Interkommunale Zusammenarbeit soll weiter gestärkt werden.

Haushalt Der Haushalt der Gemeinde, der im Dezember eingebracht wurde, berücksichtigt bereits die von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke angekündigte Erhöhung der Kreisumlage, weswegen Bürgermeister Martin Mertens im Rat von "einem seriösen und starken Haushalt" sprach. Er und Kämmerer Bernd Sauer hoffen, dass durch eine geringere Erhöhung der Umlage sogar ein Plus entstehen könnte. Wie schon 2015 ist bei der Verabschiedung des Haushaltes eine "Ampel-Mehrheit" von SPD, Grünen und FDP im März 2016 wahrscheinlich.

Kunz-Wechsel zur FDP Nachdem die CDU ihn Anfang August als stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden abgewählt hatte, trat Stephan Kunz Mitte September aus der CDU aus. Anfang Oktober schloss sich Kunz, der sein Ratsmandat behielt, der FDP an. Mit der FDP-Ratsfrau Marion Teegelbekkers bildet Kunz die fünfte Fraktion im Rat, deren Vorsitzender er wurde.

Windkraft Einstimmig entschied sich der Rat im Juni dafür, neue Konzentrationszonen für Windkraftanlagen auszuweisen, um eine "Verspargelung" mit Windrädern zu vermeiden. Fünf große Bereiche wurden benannt, die insgesamt fünf Prozent der Fläche der Gemeine einnehmen. Wenn Rommerskirchen keine solchen Potenzialflächen anböte, könnten Windkraftbetreiber ihre Anlagen "überall" in der Gemeinde errichten

Flüchtlinge Rund 50 ehrenamtliche Helfer kümmern sich um die 280 zugewiesenen Flüchtlinge in der Gemeinde. "Bis auf eine kleine Halle mit weniger als 30 Personen haben wir alle Asylsuchenden neben unseren drei schon länger bestehenden Container-Unterkünften in Wohnungen und Privathäusern unterbringen können", sagte Bürgermeister Mertens. Dezentrale Unterbringung erhöhe die Integrations-Möglichkeiten.

Rettungswagen Nach jahrelangem Kampf um einen eigenen Rettungswagen im Gemeindegebiet, stehen die Chancen nach der Aufnahme des Standortes Rommerskirchen in den kreisweiten Rettungsplan sehr gut, dass Ende 2016 mit dem Bau der Wache neben der Feuerwache in Butzheim begonnen werden kann. "Gemeinsam mit dem Kreis werden wir im Frühling das Gespräch mit den Krankenkassen suchen", erklärt Bürgermeister Mertens. Die Hilfsfristen bei rettungsfahrten wurden zuletzt erneut nicht in erforderlichem Maße erreicht.

Neue Kita Die neue Kindertagesstätte am Gorchheimer Weg soll "Gillbach-Wichtel" heißen. Nach dem ersten Spatenstich im September konnte im Dezember das Richtfest gefeiert werden. Für die "Gillbach-Wichtel" entstehen Räume auf einer Gesamtfläche von rund 500 Quadratmetern: zwei Gruppenräume, ein Mehrzweckraum, Nebenräume und ein großzügiges Außengelände. Insgesamt beläuft sich das Investitionsvolumen auf rund 1,5 Millionen Euro. Die "Gillbach-Wichtel" werden zum kommenden Kindergartenjahr im August 2016 den Betrieb aufnehmen.

Quelle: NGZ
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