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Rommerskirchen
Die Kastanienschule ist dauerhaft gesichert

Rommerskirchen: Die Kastanienschule ist dauerhaft gesichert
Mit Schwung in die Zukunft: Schulleiterin Gabriele Domhof. FOTO: Tinter
Rommerskirchen. Gute Nachricht für Hoeningen: Die im Bildungsausschuss vorgelegten Schülerzahlen übertreffen die gesetzlichen Mindestwerte klar. Von Sebastian Meurer

Der Schulstandort Hoeningen ist für viele Jahre gesichert. "Ich war ganz begeistert, als ich die Zahlen erfahren habe", sagt Gabriele Domhof, die seit mehr als 20 Jahren die Kastanienschule leitet. Mit gutem Grund, denn die gestern auch im Bildungsausschuss präsentierten Zahlen sprechen für die kleinste der drei Rommerskirchener Grundschulen eine ebenso deutliche wie erfreuliche Sprache: Bis zum Schuljahr 2020/2021 weist die Prognose jährlich mehr als 100 Kinder aus, lediglich 2017/2018 bleibt es bei 100 Grundschülern.

Dies sind jeweils mehr als genug Kinder, denn das vorgeschriebene Minimum wird stets deutlich übertroffen. Sinkt die Schülerzahl unter 92, droht einer Grundschule das Aus. Gleiches gilt, wenn sie eine Eingangsklasse nicht mit wenigstens 18 Jungen und Mädchen bilden kann. In den vergangenen Jahren sah die Zukunft für die Kastanienschule noch wesentlich düsterer aus: Zuletzt ging die Prognose des Schulverwaltungsamts für 2019/20 von nur noch 87 Schülern aus, wobei für die Eingangsklasse gerade einmal 18 Kinder in Aussicht standen. Aktuell ist für das genannte Schuljahr mit 102 Kindern zu rechnen. Die deutliche Abweichung zeigt die begrenzte Aussagekraft von Prognosen, auf die Monika Lange vom Schulverwaltungsamt regelmäßig hinweist. Elmar Gasten, als Dezernent auch für die Grundschulen zuständig, nennt die jüngsten Zuzüge im Einzugsbereich der Kastanienschule als wesentlichen Grund. Kommen junge Familien in die Gemeinde, sichert dies den Schulstandort für lange Zeit. Was besonders erfreulich ist: Die Prognosen weisen nur Kinder aus, die im Gemeindegebiet selbst wohnen. De facto ist es jedoch schon seit vielen Jahren so, dass etwa zehn Prozent der Hoeninger Grundschüler "aus den benachbarten Grevenbroicher Stadtteilen Allrath, Barrenstein, Neukirchen und Hülchrath kommen. Auch aus Langwaden ist zurzeit ein Schüler dabei", wie Gabriele Domhof sagt. Eine Ursache für die Resonanz, die die Kastanienschule über die Gemeindegrenzen hinaus findet, ist die Tatsache, dass es den Offenen Ganztag in Hoeningen bereits seit 2003 gibt und Grevenbroich in dieser Hinsicht hinterhinkte. Auch wenn für das Schuljahr 2015/2016 nach derzeitigem Stand nur mit drei Kindern aus Grevenbroich zu rechnen ist, wird deren Zahl in den Folgejahren erfahrungsgemäß wieder steigen. Die Schüler aus Grevenbroich werden nicht mit dem Bus nach Hoeningen gebracht, sondern von ihren Eltern - was angesichts der vergleichsweise kurzen Wege nie ein Problem war.

Neben Rechnen, Schreiben und Lesen bilden naturwissenschaftliche Aspekte und die Musik Schwerpunkte in der Kastanienschule. Auch in sportlicher Hinsicht hat sie durch die Zusammenarbeit mit der DJK Hoeningen einiges zu bieten. Die Fußball-Schulmeisterschaft der Gemeinde wird schon seit einigen Jahren nicht mehr ausgetragen, auch deswegen, weil die Hoeninger Kicker sie regelmäßig gewannen. Elmar Gasten geht es jedenfalls ebenso wie Gabriele Domhof. "Die Prognosezahlen stimmen uns hoffnungsfroh. Es war uns immer eine Herzensangelegenheit, die Kastanienschule zu erhalten."

Quelle: NGZ
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