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Rommerskirchen
Ganz Rommerskirchen hat schnelles Netz

Rommerskirchen: Ganz Rommerskirchen hat schnelles Netz
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Rommerskirchen. Keine "weißen Flecken" mehr in der Gemeinde: Rommerskirchen hat am Mittwoch die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass alle Bürger bald schnelles Internet haben können. Diese 100-Prozent-Abdeckung ist einzigartig im Rheinland. Von Carina Wernig

Die Wirtschaftsförderin spricht von "Technologie-Kommune". Bele Hoppe meint damit die 100-Prozent-Abdeckung aller Ortteile der Gemeinde mit Breitbandverbindungen. Flächendeckend haben alle Rommerskirchener bald die Möglichkeit, schnelles Internet zu haben: "Damit wird Rommerskirchen die beste Netzabdeckung im gesamten Rheinland und auch über dessen Grenzen hinaus aufweisen können. Damit können wir uns offiziell ,Technology-Town' nennen", erklärt Wirtschaftsförderin Hoppe stolz.

Denn zusätzlich zu den bisherigen Maßnahmen, die einen Großteil der knapp 14.000 Einwohner der Gemeinde mit der Möglichkeit für Breitbandverbindungen ausgestattet haben, hat Bürgermeister Martin Mertens gestern eine Vereinbarung mit dem Rhein-Kreis Neuss unterschrieben, nachdem auch die letzten so genannten "weißen Flecken" in der Gemeinde - etwa bei den entlegenen Höfen im Butzheimer Bruch - durch Projektförderung des Landes NRW bald mit schnellem Internet versorgt werden können.

Sämtliche Ortsteile der Gemeinde Rommerskirchen erhalten in den kommenden Wochen Anschluss an hypermoderne Glasfaserverbindungen oder das gegenüber den bisherigen reinen Kupferleitungen etwas schnellere Vectoring-Netz. "Damit haben wir mit zumeist 100 bis 150 Mbit/Sekunde das bundesweite Ziel von 50 Mbit-Verbindungen weit übertroffen", erläutert die Wirtschaftsförderin. Der Anbieter NetCologne biete "bis zu 100 Mbit", während die Deutsche Glasfaser diesen Wert mindestens erreiche. Auch die Telekom steige nun in Rommerskirchen ein. Schon 2017 werde die flächendeckende Versorgung erreicht, so Hoppe.

Auch Martin Mertens weiß, dass Eigeninitiative und Investitionen der Rommerskirchener gefragt sind: "Die Gemeinde kann nur die Rahmenbedingungen für eine bessere Infrastruktur schaffen, indem wir mit Anbietern verhandeln und ihnen beste Bedingungen für ihre Investition bieten. Die Verträge mit den Netzbetreibern müssen die Bürger natürlich selbst schließen", so der Bürgermeister, für den "schnelles Internet die Lebensader für eine moderne, zukunftsgewandte Kommune" bedeutet. Kein Wunder, dass er die Breitbandversorgung zur "Chefsache" erklärt und mit vorangetrieben hat.

"Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit den Netzanbietern und unserer Bevölkerung den richtigen Schritt in Richtung der Hochtechnologie-Kommune unternehmen konnten", sagt Martin Mertens. Rommerskirchen spiele auch bei der digitalen Zukunft ganz vorn mit. Nicht ohne Stolz verweist er darauf, dass die kleine Gemeinde dabei weit vor anderen (Nachbar-)Städten liege: "Neben der beliebten Lage zwischen Köln und Düsseldorf und der guten Verkehrsanbindung ist natürlich auch die digitale Infrastruktur entscheidend als Argument für Unternehmen und Privatleute, sich in Rommerskirchen niederzulassen und zu wohnen", erklärte Mertens. "Da müssen wir punkten."

Quelle: NGZ
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