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Rommerskirchen
Gemeinde warnt weiter vor Weltkriegs-Blindgängern

Rommerskirchen. Kaum zu glauben, aber wahr: Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg bleiben auch im Gemeindegebiet nach wie vor gefährlich. Experten schätzen, dass im Bundesgebiet noch mehrere tausend Tonnen von Kampfmitteln lagern, worunter Bomben, Patronen, Hand- oder Artilleriegranaten sowie Munition aller Art verstanden werden. Diese "Überbleibsel" restlos zu entsorgen, wird nach Meinung vieler Sachverständiger eine Jahrhundertaufgabe sein.

Auch in Rommerskirchen werden nach wie vor solche Kampfmittel gefunden. Als Ordnungsamtsleiter Hans Knelleken 1976 bei der Gemeinde anfing, stießen Kinder fast wöchentlich auf sie. Vor nicht allzu langer Zeit hatte ein Landwirt von der Feldarbeit zwei Phosphorbomben mit nach Hause gebracht. Zu Schaden ist bei solchen Funden noch nie jemand gekommen. Dazu, dass es so bleibt, kann die Beachtung einiger weniger Verhaltensmaßregeln beitragen. Die lassen sich auf einen einfachen Nenner bringen: "Hände weg von Kampfmitteln". Die sollten auf keinen Fall angefasst werden. Wer sie findet, sollte unverzüglich das Ordnungsamt oder die Polizei verständigen. Der Zugang zur Fundstelle muss gesperrt werden. Verstöße können mit einem Bußgeld in Höhe bis zu 1000 Euro geahndet werden. Für die Beseitigung und das Unschädlichmachen ist ausschließlich der Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung zuständig.

(S.M.)
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