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Rommerskirchen
Gillbachschule - da ist Musik drin

Rommerskirchen: Gillbachschule - da ist Musik drin
3-2-1 und los geht's: Die Schulband der Gillbachschule und der Schulchor proben jeweils einmal in der Woche. Die Instrumente sind Schuleigentum. FOTO: Anja Tinter
Rommerskirchen. In der Grundschule wird neben Sport und Naturwissenschaften die musikalische Bildung groß geschrieben. Neben dem Musikunterricht gibt es einen Chor, eine Band, eine AG "Gemeinsames Musizieren" und eine AG "Freies Musizieren". Von Anneli Goebels

Leonie und Katharina halten das Mikro in der Hand. Die beiden Sängerinnen warten auf ihren Einsatz. Gesungen werden soll "Whatever" von Cro. Den Text haben sie längst im Kopf. Am Schlagzeug sitzt Benedikt. Auch Lars, Alba, Robin und Marc gehören zur Schulband, und das bereits seit dem ersten Schuljahr. Jetzt sind sie schon die Großen, gehen in die vierte Klasse. Die Band, die auch bereits eigene Lieder geschrieben hat, ist ebenso Teil des Projekts "Wir alle sind Musik" wie der Chor (35 Mitglieder) und die beiden Arbeitsgemeinschaften "Gemeinsames Musizieren" und "Freies Musizieren". Alle Angebote laufen natürlich neben dem ganz normalen Musikunterricht.

Ideengeber für dieses Angebot war vor vier Jahren der Musikpädagoge Franz Krönig, der solche Projekte bereits in Köln begleitet und durchgeführt hat - und in Rommerskirchen lebt. Er hatte sich an Schulleiterin Elke Lorleberg gewandt und fand in ihr und Lehrerin Astrid Bank-Mörs sofort tatkräftige Unterstützer. Über den dann gegründeten Verein KuBiRo (Kulturelle Bildung Rommerskirchen) floss die erste Finanzspritze (u.a. von der Bürgerstiftung Rommerskirchen). Mit 3500 Euro konnte die Instrumentensammlung finanziert werden. Dazu gehören Flöten, Geigen, Akustik- und E-Gitarren, Xylophone, Schellentambourin, Handtrommeln und mehr. Die werden im Musikraum auch ganz selbstverständlich von den Mädchen und Jungen des Offenen Ganztags genutzt, deren Kräfte entsprechende Fortbildungen gemacht haben, ebenso wie das Lehrpersonal der Grundschule. Kröning ist begeistert: "Das Projekt läuft seit vier Jahren und gehört längst ganz selbstverständlich zum Schulalltag. Ein gelungenes Beispiel für nachhaltige pädagogische Arbeit", sagt der Fachmann. Immerhin beschäftigen sich so von den 240 Schülern über 100 noch außerhalb des Unterrichts mit Musik. "Wir sind damit auch keine Konkurrenz zur Musikschule des Rhein-Kreises", sagt Schulleiterin Lorleberg.

Denn vielfach kommen die Mädchen und Jungen durch das Ausprobieren der Instrumente auf den Geschmack und wünschen sich noch zusätzlich den Einzelunterricht an der Musikschule. Konzentration und gegenseitige Rücksichtnahme würden ebenfalls durch die Beschäftigung mit der Musik zunehmen, sagt Astrid Bank-Mörs, die gemeinsam mit Daniel Juwig die Band betreut. Und: "Der normale Musikunterricht hat sich nachhaltig verändert. Einfach nur einige Lieder singen - das gibt es schon lange nicht mehr", fährt sie fort.

Auftritte gibt es natürlich auch, so bei Schulfesten. Einmal im Jahr singt der Chor in der Kirche St. Peter. Und ein eigenes Liederbuch mit selbst komponierten und getexteten Songs kann die Gillbachschule mittlerweile auch vorweisen. "Ich stelle fest, dass die Kinder immer ganz glücklich aussehen, wenn sie aus den Kursen kommen", sagt Lorleberg. Auch ein Grund, das Angebot aufrecht zu erhalten.

Quelle: NGZ
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