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Rommerskirchen
Grundschulunterricht ist fast durchweg Frauensache

Rommerskirchen. An den nordrhein-westfälischen Schulen in NRW unterrichten immer mehr Lehrerinnen. Knapp drei Viertel aller Lehrkräfte seien im vergangenen Schuljahr Frauen gewesen, teilte gestern das Statistische Landesamt mit. Nur noch 27,5 Prozent der 156 260 hauptberuflichen Lehrer waren demnach Männer. Am niedrigsten war der Anteil männlicher Lehrkräfte mit 8,8 Prozent an Grundschulen.

In Rommerskirchen lässt sich dieser eindeutige Trend noch pointierter formulieren: Grundschulunterricht ist hier fast durchweg Frauensache. Bis Ende des Schuljahrs 2015/2016 gab es hier etliche Jahre lang überhaupt keine männlichen Lehrkräfte. Dies änderte sich erst mit Stephan Schulz, der seit dem Schuljahr 2017/2018 an der Gillbachschule unterrichtet. Dort ist er der erste Lehrer seit der Jahrtausendwende, zuvor gab es mehr als 20 Jahre lang keinen Mann, der die Grundschüler unterrichtet hatte. Ihn hat das Statistische Landesamt offensichtlich im Blick, wenn es in seiner Mitteilung einen Prozentsatz von 2,9 Prozent angibt, womit 2016/2017 Rommerskirchen das Schlusslicht in NRW bildete. Gewährleistet ist schon jetzt, dass sich dieser Wert im kommenden Jahr verbessern wird: Mit Helmut Zillikens, der an der Gemeinschaftsgrundschule Frixheim unterrichtet, hat sich die Zahl der Lehrer nämlich inzwischen um 100 Prozent erhöht.

(S.M.)
 
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